Dapayk & Padberg – Sweet Nothings

Dapayk & Padberg - Sweet Nothings

Zum heutigen Freitag gibt es Frischfleisch. Niklas Worgt und Eva Padberg, auch bekannt als Dapayk & Padberg, veröffentlichen auf Oliver Koletzkis Label Stil vor Talent ihr mittlerweile drittes Album, das den Namen “Sweet Nothings” trägt. “Sweet Nothings” besticht durch Diversität, Intertextualität, Stimmigkeit und Verspieltheit, was nicht zuletzt an der Verarbeitung der weitläufigen Einflüsse des eingespielten Paares liegt. So stößt man auf weiche und raue Soundtexturen, düstere und lichte Bildnisse, akustische Euphorie und Trauer, so wie Lyrics über Leid und Liebe, wenn man sich auf die “Sweet Nothings”-Achterbahnfahrt einlässt. Mehr zum Album gibt es im Interview mit Dapayk, das heute Mittag erscheint. Außerdem gibt es 1 Mal “Sweet Nothings” zu gewinnen. Details dazu weiter unten.

Reinhören

Trackliste

1. Too Lazy
2. Play
3. Sweet Nothings
4. Fluffy Cloud
5. Endless Games
6. The Sun Came Up
7. Razorskit
8. Berlin Summer Nights
9. Take These Scissors
10. Backyard
11. Continental Drift
12. Driveby Beauty

Information zu den Titeln

Los geht es mit dem trippigen “Too Lazy”, einer düsteren Afterhour-Nummer, die paranoid und faszinierend zugleich ist: ein Bass vibriert hier unter dubbigen Pads, gespenstigen Synths und flüsternden Vocals. Es ist ein kühner Zug Dapayk & Padbergs, da Künstler geringeren Kalibers sicherlich einen seichteren Opener gewählt hätten. Mit “Play” wird allerdings direkt das Gegengift gereicht und die Zeit zurück zur Peaktime gedreht. Ein housiger Beat drängelt sich durch gedämpfte Publikumsgeräusche und wird von sich wiederholenden Vocals unterstützt, die forsch “play it out / play it loud” fordern. Der wahre Geniestreich ist allerdings das skurrile Piano, das auf Berlins berühmt-berüchtigter Tanzfläche nicht fehl am Platz wäre. Mit dem Titel-Track “Sweet Nothings” geht der Dapayk & Padberg Sound bereits in die nächste Runde: präsentiert wird ein deeper und kräftiger Groover, dessen verzerrte High-Hats und tranciger Synth sowohl euphorisch, wie auch dezent sind. Wenn Padberg “you’re good for me – you”re bad for me” grübelt, veranschaulichen die Lyrics des Weiteren die Dualität, die im Zentrum des Albums agiert.

Überraschend geht es mit “Fluffy Cloud” weiter, bei dem es sich, ganz im Gegensatz zu den zarten Konnotationen des Titels, eher um Big-Room Technofutter à la Berghain handelt. Ein Skelett von brutalen Kicks, pechschwarzen Pads, White Noise und dichten Metallen arbeitet unermüdlich unter einem kalten Spoken-Word, das “not human, not animal – just a body in motion” proklamiert. Maschineller Funk vom Feinsten. “Endless Game” verabschiedet sich dann vom „four by four“ Rhythmus zu Gunsten einer Broken Beat Struktur. Flatternder Bass und kühler Gesang erinnern an die eigenwillig-guten Momente von The Knife. Danach rundet “The Sun Came Up” den technoiden Dreier dank pumpendem Beat und entmenschlichten Vocals perfekt ab, während ein progressiver Synth die romantischen Lyrics vorantreibt. Ein wahrhaft umwerfender Moment im Herzen des Albums.

Mit dem scharfen Glockenspiel und Hip Hop Beat von “Razorskit” leiten Dapayk & Padberg ein Interlude ein. Das reinigt den Gaumen für die folgenden Gänge des süssen Menüs, was uns mit diesem Album serviert wird. Mit „Berlin Summer Nights“ wird das nächste Highlight gesetzt. Anthem Alert: Ravesounds epischen Ausmaßes gleiten durch ein Arrangement federnder Beats, knackiger Percussions und hoffnungsvoller Vocals, bis ein starker Breakdown den “hands-in-the-air” Moment schlechthin einleitet. “Take These Scissors” schließt nahtlos an und erinnert wieder an Karin Dreijer Andersson, was vom luftig verspielten Arrangement asiatisch wirkender Sounds noch verstärkt wird.

Weitere Facetten des Duos zeigen sich auf “Backyard” – ein Track, der mit mystischen, auf einer quasi-Dubstep Struktur gesungenen, Lyrics verzaubert. Während es dem Finale langsam entgegen geht, glänzt der atmosphärische Song durch aufwendig gefertigte Fragilität und mimt das perfekte Gegenstück zu den beiden vorherigen Tracks. “Continental Drift” ist ähnlich selbstbewusst. Hier wird Padbergs sexy Gesang von einem langsamen, fetten Beat und den innovativen Flächen getragen. Beendet wird das Album von “Driveby Beauty”, ein Track der zu aller Überraschung das Tempo noch einmal erhöht: sphärische Klanglandschaften atmen über einem organischen Beat, während sich ein klassisches Vocal-House Motiv mühelos abspielt. So laufen die letzten Noten aus und man fühlt direkt ein intensives Verlangen nach mehr, da einem klar wird, auf was für eine gefühlsgeladene und vielseitige Reise uns Dapayk & Padberg gerade geschickt haben.

Verlosung

Schreibt einfach einen Kommentar mit eurem Lieblings-Dapayk-Track, der nicht auf dem neuen Album drauf ist, unter diesen Beitrag. Zusätzlich könnt ihr gern noch schreiben, wie euch das neue Album “Sweet Nothings” gefällt. Nachdem die Verlosung beendet ist, gebe ich am Folgetag in den Kommentaren des Beitrags den Gewinner bekannt. Die Verlosung endet am 21.02.2012 um 0 Uhr.

Das Album wird unter allen Kommentaren verlost, die bis zum angegebenen Zeitraum hier eingehen. Wichtig ist, dass ihr eure korrekte E-Mail Adresse angebt, da ich den Gewinner darüber informieren werde.

Gewinnspielregeln

– Neben den hier aufgeführten Bedingungen gelten die Hinweise des jeweiligen Gewinnspiels.
– Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt und müssen diese innerhalb von 3 Tagen nach Erhalt durch eine Antwort per E-Mail bestätigen. Ist das nicht der Fall, wird der Gewinn erneut verlost.
– Gewinne können nicht bar ausgezahlt werden.

Über Philipp

Philipp, der wohl größte Pan-Pot Fan auf Erden, ist das Herz und die Seele von replay – um nicht zu sagen: Philipp ist replay, wenn er nicht gerade als Webdesigner arbeitet. In vielen Beiträgen und musikalischen Schmankerln lässt Philipp euch an seiner Liebe zur Musik und nicht zuletzt an seiner musikalischen Entwicklung teilhaben. Im Moment öffnet er immer wieder gern die Schubladen Deep House, Tech House und Techno. Und dies macht er in jeder freien Minute, die sich finden lässt - mit jeder Menge Einsatz und Engagement, mit unglaublich viel Liebe zum Detail und einer LKW-Ladung Herzblut. Um euch weiterhin qualitativ hochwertige Einblicke in die Welt der elektronischen Tanzmusik zu liefern, ist Philipp für euch immer wieder ganz vorn dabei.

Es gibt 9 Kommentare

  1. GROOVERNEUR schreibt:

    2

    Der Track sugar ist für mich der mit Abstande beste track 1. Geile Vocals
    2. richtig schön Housige Clubgrooves
    3. viele emotionen :)
    Sweet nothings ist wie immer ein gelungenes Album wie solls auch anderst sein…

  2. Rob schreibt:

    5

    Call Me Names von der Yellow EP

    Wie du es scho oben beschrieben hast, ist es ein toller Mix aus vielen musikalischen Einflüssen geworden der genießen u auch wiederum die Füße nicht ruhig halten lässt ;)

  3. Alex schreibt:

    6

    Oh, jetzt poste ich aber auch mal beim richtigen Thema: Mein Lieblingstrack nicht vom neuen Album ist Khes, …”can you dance”… die Frage schlechthin :-) .

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

"Wenn wir könnten, würden wir Musik heiraten…"