Am Sonntag stand also das erste TH!NK? Open Air für mich überhaupt an, so dass ich gar nicht genau wusste, was mich erwarten würde. Wie bei jedem größeren Event gab es viele positive, aber auch einige negative Aspekte, auf die ich mal näher eingehen will. Natürlich empfindet das jeder anders. Die Anreise mit dem Auto lief reibungslos, so dass wir schon gegen 11.30 Uhr auf dem Gelände am Nordstrand waren.
Parken
Zum Parken standen Parkplätze in einem Einkaufszentrum zur Verfügung. Zwar ein Stück weg vom Nordstrand, doch dafür fuhren Shuttle-Busse. Auf Facebook las ich, dass einige Leute das nicht wussten. Ganz klar: es gibt auch ein Leben im Internet abseits von Facebook, denn auf der Th!nk-Webseite standen alle nötigen Infos. Vermutlich wussten auch die Wenigsten, dass es möglich war, ungeöffnete, nicht-alkoholische Getränke in Tetrapaks bis 1,5 Liter pro Person mitzubringen.
Location
Da ich noch nie am Cospudener See war, weder zum Feiern, noch zum Baden, war ich von Beginn an sehr angetan vom Nordstrand. Man hat gemerkt, dass insgesamt viel Arbeit und Mühe investiert wurden, um den Gästen einen schönen Sonntag zu ermöglichen. Dabei muss ich aber ganz klar sagen, dass mir die Dekoration der Lawnstage wesentlich mehr zugesagt hat als die der Mainstage. Bei der Mainstage habe ich mich gefragt, warum bei einem Tagesevent ein derartiges Arsenal an LED-Wänden und Lichteffekten aufgefahren wird. Auch der Klang der Mainstage-Anlage war nicht optimal für ein Event dieser Größe.
Lineup
Das Lineup, eine Mischung aus lokalen DJs und Headlinern, war bei einem Preis von knapp 30 Euro wirklich super. Musiktechnisch konnte ich einiges erleben: Marbert Rocel, Marek Hemmann, Mathias Kaden & Daniel Stefanik, DJ Koze, Daniel Bortz und Sven Väth. Marbert Rocel machten mich mit ihrer Musik neugierig, hatten aber leider nur einen sehr kurzen Auftritt aufgrund des Unwetters. Die Helden des Tages waren für mich aber uneingeschränkt Marek Hemmann und Mathias Kaden & Daniel Stefanik.
Getränke / Bars
Die Preise der Getränke waren wie auf den meisten Events, die ich in letzter Zeit erlebt habe: Bier 3,50 Euro, Longdrinks um die 6 Euro. Man kann es Standardpreise nennen. Gut war auf alle Fälle, dass Getränke nur in Plastikbechern verkauft wurden (inklusive 1 Euro Pfand, ohne Getränkemarken), um Glasscherben auf dem Gelände zu vermeiden. Da kann man sich ja vorstellen, dass die Bechersammler wieder unterwegs waren. Leider muss man aber sagen, dass das Barpersonal im Laufe der Veranstaltung mit dem Andrang der Leute teilweise überfordert war. Zu angetrunkenen Barleuten oder Preisverrechnungen kann ich nix sagen, da ich in der Richtung nix erlebt habe.
Sanitäre Anlagen
Die Anzahl der Dixie-Klos war wirklich ausreichend. Doch nützen mir die besten Klos nix, wenn man sich den ganzen Sonntag über keine Hände waschen kann. Einfach eklig. Noch dazu waren die Pissbecken für die männlichen Wesen wie auf einem Präsentierteller in der Mitte des Dixie-Areals positioniert. Diese hätte man eventuell etwas besser abseits der restlichen Dixies stellen können.
Fazit
Alles in allem klingt das vielleicht sehr negativ, doch hatte ich mit meinen Freunden einen mehr als angenehmen Sonntag bei toller Musik. Wir haben uns trotzdem sehr wohl gefühlt. Ein Stoffbändchen anstatt eines lieblosen Papierbändchens wäre für die Erinnerung an diesen wundervollen Tag sehr schön gewesen. Für das Wetter zu Beginn kann auch keiner. Da auch einige anderen Gäste konstruktive Kritik geäußert haben, bin ich schon sehr auf das nächste Jahr gespannt. Nicht alles läuft immer reibungslos ab, meckern kann jeder. Aber eins steht fest: TH!NK? 2013, wir kommen.


























