Zu Besuch im Berliner Watergate: Yes! vs. Marcus‘ & Mitja’s fancy trashed B*day Bash

Am vergangenen Freitagabend machte ich mich mit der Bahn auf den Weg in die Hauptstadt: abends hin, am nächsten Morgen nonstop wieder zurück. Ohne große Umwege strahlte ich bestens gelaunt zu einem ganz bestimmten Ziel: das Watergate. Eigentlich hatte ich diesen Ausflug schon viel eher geplant. Bereits am 14. September beehrten Pan-Pot das Watergate mit einem die komplette Nacht füllenden Set. Leider kann auch ich nicht auf allen Hochzeiten tanzen, sodass ich den Besuch des berühmten Berliner Clubs um ein paar Wochen nach hinten verschieben musste. Aber besser spät als nie!

An diesem Abend fand eine Party der Yes!-Reihe statt: Yes! vs. Marcus‘ & Mitja’s fancy trashed B*day Bash – eine Geburtstagsparty, die es in sich hatte. Auf dem Waterfloor spielten ausschließlich DJ-Duos, die für den Soundtrack der langen Nacht verantwortlich waren. The Cheapers (Ruede Hagelstein & Fraenzen Texas), Fabian Reichelt & Raycoux Jr., Beddermann & Dahlmann und Andhim (6 Stunden Set).

Watergate - Waterfloor
Waterfloor – Offizielles Watergate Foto (www.water-gate.de/club/location.html)

Eine Etage höher, auf dem legendären, bunt schillernden LED-Floor, waren Mitja Prinz und Marc Kinchen (MK), der das erste Mal in Berlin spielte, zu Gast. Marc Kinchen ist eine lebende Legende und gehört zu den wohl schillerndsten House Produzenten der 90er. Verantwortlich ist er für einige der bekanntesten Clubhymnen – unter ihnen auch „Burning„, was ihn 1991 zum Gott der New Yorker House-Szene machte. Sein größter Hit war wohl der Remix für Nightcrawlers‘ „Push The Feeling On“, der ihn endgültig weltweit bekannt machte.

Watergate - Mainfloor (LED-Floor)
Mainfloor – Offizielles Watergate Foto (www.water-gate.de/club/location.html)

Zur Location selbst muss ich wahrscheinlich nicht mehr viel sagen. Das Watergate liegt direkt neben der Oberbaumbrücke an der Spree, genau gegenüber von Universal. Die Lage, die Location selbst, der LED-Floor, der Waterfloor, das komplette Ambiente, die Crowd und natürlich die spielenden DJs machen eine Nacht bzw. den Tag im Watergate zu einem unvergesslichen Ereignis. Nach meinem Besuch kann ich nachvollziehen, warum das Watergate ein deutschland- und weltweit beliebter Club ist, vor dem Woche für Woche eine ziemlich lange Menschenschlange auf Einlass hofft. Wenn die Schlange vor dem Watergate noch nicht die Endstation des Abends werden soll, muss man sich zumindest im Klaren sein, wen man eigentlich gerade am DJ-Pult bewundern möchte. Die standardmäßige Frage nach dem Lineup des Abends hört man doch gern wieder.

Toll war, dass in einem Club wie dem Watergate keine unzähligen Fotografen einen zur Flucht über den Floor zwingen. Partyfotos sind tabu – generell ist im Watergate striktes Fotoverbot nach dem Motto: Was im Club passiert, bleibt auch im Club. Das für große Teile der deutschen Clublandschaft typische Sehen und Gesehen werden existiert nicht. Man merkt ganz klar, dass es vorrangig um die Musik geht. Umgeben ist man von unkomplizierten, feierwütigen, gut gelaunten Menschen ganz ohne Schickeriaallüren.

Das war schon ein tolles Gefühl, auf dem Waterfloor zu tanzen, während es draußen regnete, es langsam hell wurde und über der Spree noch eine dünne Nebeldecke lag. Aber auch eine 9 Stunden nonstop Party hat leider irgendwann ihr Ende erreicht. Ungläubig schaute ich immer wieder auf die Uhr, um festzustellen, dass die Zeit viel zu schnell vergangen war. Die Party selbst wäre wohl noch bis 12.00 Uhr gegangen. Mein Zug rollte bereits 9.52 Uhr wieder Richtung Heimat. Um ein Haar hätte ich ihn auch noch verpasst, weil man im Watergate eben schon mal die Zeit vergessen kann. Gegen 13.30 Uhr lag ich todmüde, aber mindestens genauso glücklich im Bett. Ein großes Dankeschön an alle DJs, die die Nacht mit ihrer Musik zu etwas ganz Besonderem gemacht haben.

Yes! vs. Marcus' & Mitja's fancy trashed B*day Bash

Yes! vs. Marcus' & Mitja's fancy trashed B*day Bash

Blick aus dem Watergate auf die Oberbaumbrücke

Blick aus dem Watergate auf die Oberbaumbrücke

Blick aufs Watergate

Über Philipp

Philipp, der wohl größte Pan-Pot Fan auf Erden, ist das Herz und die Seele von replay – um nicht zu sagen: Philipp ist replay, wenn er nicht gerade als Webdesigner arbeitet. In vielen Beiträgen und musikalischen Schmankerln lässt Philipp euch an seiner Liebe zur Musik und nicht zuletzt an seiner musikalischen Entwicklung teilhaben. Im Moment öffnet er immer wieder gern die Schubladen Deep House, Tech House und Techno. Und dies macht er in jeder freien Minute, die sich finden lässt - mit jeder Menge Einsatz und Engagement, mit unglaublich viel Liebe zum Detail und einer LKW-Ladung Herzblut. Um euch weiterhin qualitativ hochwertige Einblicke in die Welt der elektronischen Tanzmusik zu liefern, ist Philipp für euch immer wieder ganz vorn dabei.

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