Daft Punk gewinnen 5 Grammys – zurecht?

Daft Punk

Kurz vorweg: Ich finde es gut, dass Pioniere der elektronischen Musik wie Kraftwerk und House-Re­vo­lu­ti­o­näre wie Daft Punk dazu beigetragen haben, dass „unsere“ Musik in der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen wird und in den letzten Jahren in den USA und anderen teilen der Welt ganze Musik-Genres teilweise in den Hintergrund gedrängt hat.

In der vergangenen Nacht fand in Los Angeles die 56. Verleihung des Grammys statt. Der große Abräumer des Abends war das französische Duo Daft Punk, das insgesamt fünf Preise erhielt: „Bestes Album“ (Random Access Memories), „Beste Single des Jahres“ (Get Lucky), „Beste Popdarbietung eines Duos/einer Gruppe“ (Get Lucky), „Bestes Dance/Electronica Album“ (Random Access Memories) und „Beste Abmischung eines Albums“ (Random Access Memories). Außerdem lieferte das Duo noch einen „Get Lucky“-Auftritt zusammen mit Stevie Wonder, Nile Rodgers und Pharrell Williams.

Bereits am Samstag wurde die Düsseldorfer Band Kraftwerk in Los Angeles mit einem Grammy für ihr Lebenswerk geehrt. Ralf Hütter nahm den Preis stellvertretend entgegen und gab bei seiner Dankesrede einen kurzen Einblick in die Bandgeschichte.

Doch zurück zu Daft Punk. Schon im Mai, zum Releaes von „Random Access Memories„, äußerte ich mich, dass ich von einem derart in den Himmel gelobten und Hype entfachtem Album enttäuscht bin. Fünf Grammys für Daft Punk? Und davon dann drei Mal bestes Album? Es gab in 2013 mit Sicherheit bessere Alben als „Random Access Memories“. Daft Punk haben die Preise nicht durch ihre Musik gewonnen, sondern durch eine ausgeklügelte Marketing-Kampagne, die ihresgleichen sucht. Ich ziehe hier gern den Vergleich zur Präsentation von Produkten diverser Fast-Food-Restaurant-Ketten, die ich jetzt hier nicht nennen will. Die Außenwirkung ist hui, doch das Produkt ist eher pfui.

Über Philipp

Philipp, der wohl größte Pan-Pot Fan auf Erden, ist das Herz und die Seele von replay – um nicht zu sagen: Philipp ist replay, wenn er nicht gerade als Webdesigner arbeitet. In vielen Beiträgen und musikalischen Schmankerln lässt Philipp euch an seiner Liebe zur Musik und nicht zuletzt an seiner musikalischen Entwicklung teilhaben. Im Moment öffnet er immer wieder gern die Schubladen Deep House, Tech House und Techno. Und dies macht er in jeder freien Minute, die sich finden lässt - mit jeder Menge Einsatz und Engagement, mit unglaublich viel Liebe zum Detail und einer LKW-Ladung Herzblut. Um euch weiterhin qualitativ hochwertige Einblicke in die Welt der elektronischen Tanzmusik zu liefern, ist Philipp für euch immer wieder ganz vorn dabei.

Ein Gedanke zu „Daft Punk gewinnen 5 Grammys – zurecht?

  1. trackx schreibt:

    1

    Ach Philipp, wie wahr, wie wahr. Das Album hörte sich von Anfang an wie gute Radiomusik an, aber eben auch nicht mehr. Das ganz Rumgewerbe vor dem Release und die ekligen, prätentiösen Interviews habens mir auch mehr als nur madig gemacht. Dass die Grammys die Sache jetzt absegnen hat mich auch nicht mehr überrascht. Das bringt die Massentauglichkeit eben mit sich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

"Wenn wir könnten, würden wir Musik heiraten…"