Der Jägermeister röhrt durch München

Jägermeister Wirtshaus Tour im Oktober 2012

Letzten Samstag hatte Jägermeister die Spendierhosen an und lud zur Jägermeister Wirtshaus Tour im schönen München ein. In der Regel lasse ich mich vom Hirsch mit seinem Jägermeister gern jagen, aber unter gewissen Umständen kann auch ich Ausnahmereglungen in Kraft setzen.

Tickets oder Abendkasse konnte man jedenfalls erst einmal vergeblich suchen. Stattdessen durfte man sich freuen, wenn man sich einen Gästelistenplatz ergattert hatte. Auch wenn sich Gästeliste – gerade im Münchner Raum – immer gern nach Schickeria anhört, war man doch von ausgesprochen angenehmen, völlig normalen Menschen (zumindest machte es den Anschein) umgeben.

Nach anfänglichem zünftig bayrischem Gaumenschmaus verteilte man Spiele an die Gäste. Mein gefühltes Alter sackte mit einem Mal wieder spontan auf 12 zurück. Unser Tisch war so ins Holzklötzchen stapeln und vorsichtig wieder entstapeln vertieft, dass wir doch glatt den Beginn von Maxcherry ignorierten. Jenga ist aber auch direkt eine großartige Erfindung auf dem Spielemarkt. Der Gruppenzwang und die Schnäppchen-Inge in mir führten dazu, dass ich mir die eine oder andere Gratisrunde Jägermeister nicht entgehen lassen konnte.

Weshalb war ich eigentlich da? Ach ja… wegen der Musik. Neben Maxcherry, der – wie gesagt – irgendwie an mir vorbei gegangen ist, war Schlachthofbronx der Mainact des Abends. Drei waschechte Münchner „Buam“ (Jungs) heizten mit einer recht verrückten Mischung aus karibischen Dancehall, Dub, afrikanischen Kuduro, amerikanischen Bootybass und Baile Funk ordentlich ein. Ganz gediegen würzte man alles noch mit ein wenig folkloristischen Klängen und irgendetwas, das man mit Bayernschranz wohl recht gut umschreiben kann. Minimalismus ist diesen DJs generell fremd. Schlachthofbronx steht auf alle Fälle für Durchzappeln ohne Pause und jede Menge Spaß.

Wenn man die Jungs dann mal zu Wort kommen lässt, so knallen sie einen drei standfeste Leitlinien an den Kopf:

1. Es muss im Club funktionieren.
2. Es muss auf irgendeine Art Eier haben.
3. Es muss 1. erfüllen.

Na dann… Prost Mahlzeit!

Über Anne

Anne, Schwafeltante aus Leidenschaft, stürzt sich immer wieder gern quietschvergnügt in die erste Reihe vor die Bassboxen der Städte, um sich beste elektronische Klänge um die Ohren wehen zu lassen. Dabei mag sie vor allem alles, was den Körper von ganz allein bewegt und ordentlich knallt. Es dauert keine Sekunde, bis das aufgeweckte Bündel sich bei guter elektronischer Tanzmusik zum springenden Flummi verwandelt. In ihrem Plattenschrank – die Laptop-Playlist – finden sich vor allem die Genres Dubstep, Techno und Tech House. Zur Zeit laufen Barnt, Gesaffelstein, Karotte und Adam Beyer auf Hochtouren über den Player.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.