Festival-Review: Himmelfahrt 2013

09.05.2013 – Himmelfahrt 2013 – Klangkino, Gebesee bei Erfurt

Das Festival am 09.05.2013 im kleinen Städtchen Gebesee bot zum siebten Mal einen musikalischen 24 Stunden-Marathon mit einem Lineup, das sich wirklich sehen lassen kann.

Die Wolken hatten sich bedrohlich um Gebesee versammelt und wie es der Wetterbericht schon seit Tagen prophezeite, wurde das Festival zu Beginn erst einmal von oben mit vollen Wassereimern begossen. Aber es warteten weder tropfnasse Füße noch eine Schlammschlacht auf uns. Das Himmelfahrtskommando war mit Spaß, geräumigen Zelten und einem hervorragenden Rahmenprogramm gerüstet gegen derartige Wettereskapaden und pustete die Wolken mit den Bassboxen einfach weg.

Die Location

Das Festival fand auf dem partyerprobten Gelände des Klangkinos, einer der angesagtesten Clubs der thüringischen Musikszene, statt. Wenn man sich auf eine der vielen Sitzgelegenheiten mit Blick auf die Bühne verpflanzte, fühlte man sich wirklich ein bisschen wie im Kino. Aber lang hielt man es sitzend nicht aus. Dann zuckten die Muskeln schon wieder in Richtung Tanzfläche. Neben einem Außenbereich, der eine Menge Strandfeeling zu bieten hatte, gab es zwei größere Zelte, welche die Main- und die Housestage beherbergten. Im Heizhaus wurde mit deftigen Technoklängen kräftig eingeheizt. Dagegen konnte man es in der Chilloutarea etwas ruhiger angehen lassen. Zu den insgesamt sechs Floors gesellten sich ein Barzelt und eine Foodarea. Parkplätze gab es auf den umliegenden Feldern im Umkreis mehr als ausreichend.

Das Lineup

Das Lineup hatte für jeden Freund und jeder Freundin der elektronischen Tanzmusik etwas zu bieten: von hochkarätigen DJ-Größen wie Karotte und Matthias Kaden über internationale Acts wie DJ Falcon und vielversprechende Newcomer wie die Adana Twins und Lexer bis hin zu local Heroes wie Dynanim und Florian Seifert. Insgesamt verteilten sich 80 DJs und Liveacts und tausende Feierwütige von 12 Uhr bis 12 Uhr auf dem Gelände. Mein ganz persönliches Highlight, das bei mir die Glückshormone zum Kochen brachte, war Barnt. Mal marschierten die Bässe wie eine Lawine durch das Klangkino, mal flöteten sanfte Höhen durch den Raum. Die außergewöhnliche und sehr abwechslungsreiche Musik des Kölner DJs hat sicher jeder schon einmal an der einen oder anderen Stelle gehört, auch wenn sie bestimmt nicht jedermanns Geschmack trifft.

Die Verpflegung

Die beim Tanzen verloren gegangene Energie konnte mit reichlich Pizza, guten Thüringer Rostbratwürsten und Süßem wieder zurückgeführt werden. Schön war, dass die Hauptbar getrennt von der Foodarea in einem extra Zelt untergebracht wurde. Das machte das Ganze übersichtlich und hielt die Wartezeiten im völlig akzeptablen Bereich.

Gesamturteil

Das Himmelfahrtsfestival hat sich in den letzten sieben Jahren zu einem qualitativ hochwertigen Event im elektronischen Musikhimmel entwickelt, ohne dass es überlaufen daherkommt. Süß war auch die Schildchen-zum-selbst-Basteln-Ecke. Für das, was man geboten bekommt, sind die Preise (25 € Tageskasse) mehr als fair. Da wundert es nicht, dass das Feedback der Festivalbesucher durchweg positiv ausfällt. Daumen hoch!

Über Anne

Anne, Schwafeltante aus Leidenschaft, stürzt sich immer wieder gern quietschvergnügt in die erste Reihe vor die Bassboxen der Städte, um sich beste elektronische Klänge um die Ohren wehen zu lassen. Dabei mag sie vor allem alles, was den Körper von ganz allein bewegt und ordentlich knallt. Es dauert keine Sekunde, bis das aufgeweckte Bündel sich bei guter elektronischer Tanzmusik zum springenden Flummi verwandelt. In ihrem Plattenschrank – die Laptop-Playlist – finden sich vor allem die Genres Dubstep, Techno und Tech House. Zur Zeit laufen Barnt, Gesaffelstein, Karotte und Adam Beyer auf Hochtouren über den Player.

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