Impressionen von RaveOnSnow 2012

RaveOnSnow 2012. Mit einem Rekord-Lineup von 76 Künstlern waren so viele Künstler wie noch nie vor Ort. Claudi, eine sehr gute Freundin, war Mitte Dezember bei der diesjährigen 19. Ausgabe des RaveOnSnow-Festivals im Österreichischen Saalbach-Hinterglemm dabei. Da wir nicht auf jeder Hochzeit tanzen können, hat sie praktisch unseren Part übernommen, indem sie parallel zum Feiern und Skifahren einige Impressionen festgehalten hat. Doch lest am besten selbst den folgenden Bericht.

Am 11.12.2012 war es endlich soweit – Koffer packen für die 19. Auflage des RaveOnSnow-Festivals in Saalbach-Hinterglemm. Für mich, als Musikliebhaberin und begeisterte Wintersportlerin, ein ganz besonderes Highlight zum Jahresabschluss. Am 12.12.2012 trat ich mit Freunden die Reise in das verschneite Dorf mitten im Hochalpen-Skigebiet an. Der Plan für die kommenden Tage stand fest: Skifahren und Boarden in den Berggipfeln der Kitzbüheler Alpen und Feiern in rustikalen Dorfdiskotheken.

Der Spaß begann schon vor der Abreise, als ich mir meinen persönlichen Schlachtplan mit Hilfe der RaveOnSnow-App erstellte. Wer, wann und wo auflegt, muss ja schließlich schon vorher gut überlegt sein. RaveOnSnow bedeutet in Kurzform: Ein Dorf mit ca. 2800 Einwohnern befindet sich für vier Tage im Ausnahmezustand. Sämtliche Betten der Sterne-Hotels und Pensionen sind an Partyleute vermietet, die in den Dorfdiskotheken mit Weltklasse-DJs feiern. Das Parkhaus und eine Tennishalle wurden dabei zur Mainstage.

RoS 2012: Saalbach

Anreise / Unterkunft

Die Anreise mit dem Auto aus Sachsen (Chemnitz) betrug ca. 6 Stunden – 570 Kilometer. Über das Internet konnte man auch eine deutschlandweite Anreise mit dem Partybus buchen.

Unsere Unterkunft war eine Pension im Zentrum von Saalbach. Völlig ausreichend, da man die meiste Zeit unterwegs war und nur ein Bett zum Schlafen benötigte. Ein 4-Sterne-Hotel, in dem auch die ein oder anderen DJs residierten, hätte aber auch seinen Reiz gehabt. Da unsere Unterkunft nur ein Frühstück zu bieten hatte, waren wir gezwungen jeden Abend essen zu gehen. Auswahlmöglichkeiten waren im Ort ausreichend vorhanden (Restaurants, Hotels, Imbiss).

Locations

Insgesamt bestand das Festival aus 9 Locations:

Open Air Stage auf dem Dorfplatz: Zentral gelegen und sehr abwechslungsreich, da alle 45 Minuten ein anderer DJ auflegte.

Tiefgarage inkl. Smirnoff Lounge: Am Donnerstag zur Eröffnung war es sehr angenehm in dieser Location. Viel Platz und guter Sound. Am Samstag sah dies jedoch anders aus. Aufgrund der vielen Menschen war es kaum noch möglich in dieser Location zu feiern / sich fortzubewegen. Das Publikum war ziemlich angespannt (Massenauflauf).

Center Court in Hinterglemm: In den Center Court, der mit einem kostenlosen Shuttle (Fahrtzeit 4 Minuten) zu erreichen war, sind wir nicht gekommen, da er am Freitag bereits vor 0 Uhr hoffnungslos überfüllt war.

Gipfel Camp Schattberg (nur Samstag): Die Party auf dem Schattberg kostet extra bzw. man benötigt ein Ticket für die Berg- und Talfahrt (16,20 €). Die Berg- und Talfahrttickets waren limitiert. Wir mussten kein Ticket erwerben, da wir im Besitz eines Skipasses waren. Die Party wurde leider nach ca. einer Stunde wegen einem Unwetter abgebrochen. Bei schönem Wetter ist der Schattberg aber mit Sicherheit eine einzigartige Partylocation.

Clubs in Saalbach: Kings Club, Galerie, Castello, Taverne

Die Clubs in Saalbach waren sehr rustikal eingerichtet und dienen sonst als Après-Ski-Lokale. Wenn man einmal in einem Club drin war, gab es nur eine Option: drin bleiben. Ein erneutes Betreten zu späterer Stunde war so gut wie unmöglich. Dadurch wurde es am gesamten Wochenende auch sehr schwierig, sich mehrere vorher ausgewählte Acts anzuschauen.

Timetable / App

Der Timetable und die RaveOnSnow-App wurden ca. eine Woche vor Beginn des Festivals veröffentlicht. Wie bei fast jedem größeren Festival überschnitten sich die meisten Acts. Man musste sich schon vorher festlegen, wann man wo hingehen wollte. Auf dem Dorfplatz bot sich die Möglichkeit, aller 45 Minuten einen anderen Künstler zu sehen bzw. zu hören. Dies empfand ich als sehr positiv, da man so die Chance hatte, auch Größen wie Felix Kröcher und Andre Galluzzi zu sehen.

Lineup

RaveOnSnow 2012

Wir hatten ein offenes Ohr für folgenden Künstler:

Donnerstag Garage: Steve Hope, Gianluca, Wankelmut
Freitag Dorfplatz: Andre Galluzzi, Felix Kröcher
Freitag Castello: Animal Trainer (Stil vor Talent Showcase)
Samstag Taverne: Alecante, Daniel Dreier, Guido Schneider

Preise fürs Festival

Tickets gab es im Onlineverkauf. Die Abendkasse war limitiert bzw. ab Freitag war das Festival ausverkauft. Vor Ort gab es nur noch einzelne Tickets für den Center Court zu erwerben.

RaveOnSnow 2012

Die E-Tickets mussten an der Kasse am Dorfplatz gegen Bändchen getauscht werden. Des Weiteren gab es die Möglichkeit, Packages (Ticket + Unterkunft) zu buchen (Jugendherberge 134,00 € / 4-Sterne Superior Hotel 298,00€).

Getränke / Garderobe

In jeder Location gab es Garderoben, der Preis pro Jacke lag bei 1,00 bis 1,50€. Die Getränke waren meiner Meinung nach völlig überteuert und unangemessen für ein Festival dieser Art. Man war klar im Vorteil, wenn man in der Unterkunft schon etwas „vorgeglüht“ hat.

Vodka Red Bull 8,50 – 8,80 €
Vodka Lemon 9,30 €
Bier Warsteiner 3,80 – 4,40 €
Glühwein / Jagertee 4,80 €

Soundsysteme

Die Qualität der Musikanlagen war in allen von uns besuchten Locations gut bis sehr gut. In der Tiefgarage kamen besonders diejenigen auf ihre Kosten, die es gern etwas lauter mögen. Selbst auf dem Schattberg war der Klang (für diese örtlichen Gegebenheiten / Wetterbedingungen) überragend.

Sanitäre Anlagen

Sanitäre Anlagen waren ausreichend vorhanden und in einem guten Zustand.

Sonstiges

In den Clubs und Locations war kein Rauchverbot. Selbst ich, als Raucherin, empfand dies vor allem in den kleinen Clubs als sehr unangenehm.

Fazit

Das RaveOnSnow-Festival war eine Reise wert. Wie im Vorfeld erwartet war es für mich ein Highlight im Jahr 2012. RaveOnSnow ist einfach anders und war eine völlig neue Festivalerfahrung. Statt Würstchengrill gab es ein Frühstücksbuffet, die Isomatte wurde gegen ein Federbett getauscht, man befand sich in einem verschneiten Alpendorf statt an einem Badesee und zum Trinken gab es Glühwein und Jagertee statt warmes Bier. Solltet ihr Wintersportler sowie Liebhaber der elektronischen Musik sein, kann ich euch dieses Festival nur ans Herz legen. Man kann bei diesem Festival beides sehr gut miteinander verbinden. Diese Erfahrung war für mich einzigartig.

RoS 2012: Eingang Dorfplatz

RoS 2012: Werbung RaveOnSnow

RoS 2012: Dorfplatz Aufbau

RoS 2012: Saalbach

RoS 2012: Dorfplatz

RoS 2012: Dorfplatz

RoS 2012: Warteschlange Schattberparty

RoS 2012: DJ Pult Schattberg

RoS 2012: Boxen Schattberg

RoS 2012: Castello

RoS 2012: Schattbergparty

Über Philipp

Philipp, der wohl größte Pan-Pot Fan auf Erden, ist das Herz und die Seele von replay – um nicht zu sagen: Philipp ist replay, wenn er nicht gerade als Webdesigner arbeitet. In vielen Beiträgen und musikalischen Schmankerln lässt Philipp euch an seiner Liebe zur Musik und nicht zuletzt an seiner musikalischen Entwicklung teilhaben. Im Moment öffnet er immer wieder gern die Schubladen Deep House, Tech House und Techno. Und dies macht er in jeder freien Minute, die sich finden lässt - mit jeder Menge Einsatz und Engagement, mit unglaublich viel Liebe zum Detail und einer LKW-Ladung Herzblut. Um euch weiterhin qualitativ hochwertige Einblicke in die Welt der elektronischen Tanzmusik zu liefern, ist Philipp für euch immer wieder ganz vorn dabei.

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