Jede Woche ein neues Schmankerl – Diese Woche führte an Dominik Eulberg absolut kein Weg vorbei

Das Harry Klein im Zentrum von München war mal wieder – wie eigentlich fast immer – ein Garant für großartige elektronische Tanzmusik. Und wenn Herr Eulberg aus dem Westerwald im Harry Klein residiert, dann peilen alle Wege nur ein Ziel an. Wer Techno mag, kommt einfach nicht vorbei an Dominik Eulberg.

Gleich vornweg: Ich habe schon lange nicht mehr so ein abwechslungsreiches, kreatives und phänomenales Set gehört. Und eins ist klar, nach der gestrigen Nacht hat sich ein DJ ganz weit nach vorn in die Lieblings-DJ-Liste geschossen.

Obwohl es nie seine Intention war, als DJ Geld zu verdienen und er 10 Jahre seines Lebens damit verbrachte, Hobby-DJ zu sein, dürfen wir der studentischen Armut danken, dass sie Herrn Eulberg nicht nur zum Blutspenden, sondern auch in die Clubs geleitet hat – für anfängliche 50 Mark am Abend. Ich bin jedenfalls heilfroh, dass der studierte Ornithologe sich ab und zu von den Vögeln in der Natur zu den Vögeln in die Clubs bewegt und dort ordentlich einheizt.

Wenn man Dominik Eulberg sieht, könnte man meinen, der knuffige, blonde Teddybär ist verantwortlich für die Liedzusammenstellung der aktuellen Kuschelrock. Aber in ihm steckt doch eher ein Wolf im Teddybärkostüm. Mal sägt der Bass durch die Hallen, mal fliegt er wie ein Propellerflugzeug durch die Luft, mal marschiert er wie eine Legion über das Parkett, mal baut sich der Bass auf wie ein Zug, der sich langsam nähert. Und immer wieder erzeugt Dominik Eulberg eine riesige melodische Synthesizerwolke, durch die man sphärisch schwebt.

Dominik Eulberg bewegt sich mit seiner Musik über den vollen Facettenumfang des Technos hinweg und kombiniert das Ganze immer wieder mit House- und Ambienteinflüssen. Langweilig wurde es in keiner einzigen Sekunde. Weiterhin schafft er es ununterbrochen, einen Spannungsbogen aufzubauen, ohne die Lautstärke bis in einen Ohrensprengungsbereich zu bomben. Ein absolutes Muss in der Plattensammlung ist seine 2011 releaste Platte „Diorama“, welche von elf Wundern in der Natur inspiriert wurde.

Heute steht Anthony Rother in den Startlöchern des Harry Klein. Mal schauen, was mich da heute Nacht erwartet…

Dominik Eulberg

Über Anne

Anne, Schwafeltante aus Leidenschaft, stürzt sich immer wieder gern quietschvergnügt in die erste Reihe vor die Bassboxen der Städte, um sich beste elektronische Klänge um die Ohren wehen zu lassen. Dabei mag sie vor allem alles, was den Körper von ganz allein bewegt und ordentlich knallt. Es dauert keine Sekunde, bis das aufgeweckte Bündel sich bei guter elektronischer Tanzmusik zum springenden Flummi verwandelt. In ihrem Plattenschrank – die Laptop-Playlist – finden sich vor allem die Genres Dubstep, Techno und Tech House. Zur Zeit laufen Barnt, Gesaffelstein, Karotte und Adam Beyer auf Hochtouren über den Player.

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