Len Faki und Markus Suckut bei der Figure Label Night im Solidoor in Dresden

20.04.2013 – Nun war der Tag also gekommen, den ich schon lange im Visier hatte: Len Faki legt im Solidoor in Dresden auf. 2011 war er schon einmal zu Gast in der sächsischen Landeshauptstadt. Len Faki ist eine der Techno-Größen, die ich schon lange mal erleben wollte und so konnte es an diesem Tag nur dieses eine Ziel geben.

Also machte ich mich mit einem Kumpel auf den Weg zum ehemaligen Washroom im Industriegelände nahe der Königsbrücker Straße. Wir betraten den Club erst kurz vor 0 Uhr und trotzdem war noch nicht sonderlich viel los. Sepvoid spielte bereits ein tolles Warmup, von dem mir vor allem „Ghetto Kraviz“ von Nina Kraviz im Amine Edge Edit noch gut in Erinnerung ist.

Danach legte Markus Suckut los und zeigte gleich, wo es in dieser Nacht lang gehen wird. Techno vom Feinsten. Sein Set überzeugte mich vor allem durch die Abwechslung. Mal schneller, mal etwas langsamer, aber stets druckvoll und treibend, so dass es nie langweilig wurde. Die Tanzfläche war in diesem Zeitraum gut gefüllt, aber nicht zu voll, so das es sich sehr angenehm tanzen ließ. Auch das Publikum war größtenteils locker drauf und in Feierstimmung. Einige Leute waren auch dabei, die von ihrer Optik her gut ins Berghain passen würden.

Dann war es kurz nach drei und während einem furiosen Finale von Suckut wurde schon einiges an Equipment für den Mainact Len Faki aufgebaut. Die Tanzfläche wurde deutlich voller. Nun legte der Maestro persönlich los. Es folgte wie erwartet eine kompromisslose, energiegeladene Techno-Orgie. Wer glaubte, dass es nach Suckut nicht mehr härter werden könnte, der wurde von Faki eines Besseren belehrt. Mir persönlich fehlte jedoch etwas die Abwechslung. Einiges klang doch recht monoton. Deswegen gefiel mir im direkten Vergleich das Set von Suckut besser.

Was mir noch sehr positiv auffiel: Das gesamte mir begegnete Personal war sehr freundlich und entspannt. Angefangen von der Kasse, über die Garderobe bis hin zur Barkeeperin. Das habe ich in anderen Locations nicht immer so erlebt. Auch die Anlage war gut eingestellt Es war natürlich sehr laut, aber ich empfand es nicht als schmerzhaft oder unangenehm im Ohr. Dafür hörte man, wie das ganze Solidoor förmlich mitvibrierte. Abschließend kann ich sagen, dass sich auch diesmal die Anfahrt aus Chemnitz gelohnt hat. Wir kommen immer wieder gern im Solidoor vorbei!

Über Martin

Martin, IT-Spezi aus Chemnitz mit Liebe zur elektronischen Musik, unterstützt seit 2013 replay. Er steht zurzeit total auf härteren, düsteren Sound von Labels wie CLR, Drumcode oder Dystopian. Demnach hat er es sich zum Ziel gesetzt, vor allem den Bereich Techno voran zu treiben. Dabei ist er aber auch immer offen für andere Genres der elektronischen Musik. An den Wochenenden stürzt er sich gerne ins nächtliche Getümmel der verschiedensten Locations, um mit Freunden zu feiern.

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