Marek Hemmanns „Bittersweet“ Album Tour 2014 Abschluss im Werk 2 Leipzig

Der Name Marek Hemmann schmückt in großen Buchstaben seit einigen Jahren die Plakate und Flyer diverser Clubs und Festivals. Durch kontinuierlich gute Arbeit, die sich mit der Veröffentlichung der Alben „In Between“, „Only Our Hearts To Lose“ und „Bittersweet“ sowie zahlreichen EPs und Remixen widerspiegelt, ist das natürlich ein verdienter Status, den sich wohl viele Künstler wünschen. Unvergessen werden für mich immer die Hymnen „Gemini“ und „Left“ sein.

Mareks Auftritte, die ich wirklich schon zahlreich erleben durfte, waren für mich von Anfang an ein Highlight. Doch in den letzten Monaten und zurückliegenden zwei Jahren hatte ich vermehrt den Eindruck, dass sich Mareks meistens eine Stunde andauerndes Liveset kaum verändert. Die Musik ist praktisch immer dieselbe, bis auf wenige Ausnahmen. Andere Leute, mit denen ich mich unterhielt, bestätigten mir meinen Eindruck. Ich kenne es eigentlich, dass Künstler bestrebt sind, ihre Livesets musikalisch und hardwaretechnisch immer etwas anders zu gestalten, da sie der Zustand des Immergleichen nervt. Ein gutes Beispiel ist Dapayk, der in seinen Livesets seit einer Weile auf den Computer verzichtet und dafür auf (teilweise nur analoge) Geräte setzt.

Im Januar startete Marek dann seine „Bittersweet“ Album Tour, die bis Ende April beziehungsweise mit dem Nachholtermin des TH!NK? Festival Zwischendance im Werk 2 in Leipzig bis zum 3. Mai andauerte. Die mit knapp 18 Euro Eintritt angesetzten Tourstops, brachten mich zu der Annahme, dass diese wohl etwas Besonderes sein müssen. Generell beschäftigte mich die Frage, ob Marek der nächste Paul Kalkbrenner werden wollte, der von kleinen Clubs und diversen Festivals auf die großen Bühnen und Konzerthallen der Welt wandert. Ich war schon sehr skeptisch im Vorfeld.

Frisch gestärkt im Curry Süd, wo es übrigens sehr empfehlenswerte, frisch zubereitete Burger und auch eine leckere Curry Wurst mit Pommes gibt, ging es eine Stunde vor Beginn des Konzerts in das noch ziemlich leere Werk 2 im Leipziger Stadtteil Connewitz. Das Werk 2 an sich ist eine tolle Location, in der das Preis-Leistungs-Verhältnis für Getränke mehr als stimmt.

Marek Hemmanns "Bittersweet" Album Tour 2014 Abschluss im Werk 2 Leipzig

Das einstündige Warmup übernahm der Berliner „Freude Am Tanzen“-Labelkollege Jesper Ryom, der mich mit seiner Musik begeisterte. Danach begann Marek Hemmann mit seinem Liveset, das wir getreu unserem Motto direkt aus der ersten Reihe verfolgten. Marek spielte wesentlich länger als die übliche Stunde. Er gab eine perfekt abgestimmte Mischung aus älteren Hits wie „Gemini“ und „Left“ sowie Tracks des neuen Albums zum Besten.

Fazit des Ganzen: Marek Hemmanns Musik, die ich nach wie vor immer wieder gern höre, ist gut, keine Frage. Doch es hat sich nicht wirklich viel geändert im Set von Marek Hemmann. Es war ein solider Auftritt, der den Besuchern ein Lächeln der Zufriedenheit ins Gesicht zauberte, mich aber musikalisch nicht so berührt hat, wie noch vor einigen Jahren zuvor.

Marek Hemmanns "Bittersweet" Album Tour 2014 Abschluss im Werk 2 Leipzig

Marek Hemmanns "Bittersweet" Album Tour 2014 Abschluss im Werk 2 Leipzig

Marek Hemmanns "Bittersweet" Album Tour 2014 Abschluss im Werk 2 Leipzig

Marek Hemmanns "Bittersweet" Album Tour 2014 Abschluss im Werk 2 Leipzig

Marek Hemmanns "Bittersweet" Album Tour 2014 Abschluss im Werk 2 Leipzig

Marek Hemmanns "Bittersweet" Album Tour 2014 Abschluss im Werk 2 Leipzig

Marek Hemmanns "Bittersweet" Album Tour 2014 Abschluss im Werk 2 Leipzig

Marek Hemmanns "Bittersweet" Album Tour 2014 Abschluss im Werk 2 Leipzig

Marek Hemmanns "Bittersweet" Album Tour 2014 Abschluss im Werk 2 Leipzig

Marek Hemmanns "Bittersweet" Album Tour 2014 Abschluss im Werk 2 Leipzig

Über Philipp

Philipp, der wohl größte Pan-Pot Fan auf Erden, ist das Herz und die Seele von replay – um nicht zu sagen: Philipp ist replay, wenn er nicht gerade als Webdesigner arbeitet. In vielen Beiträgen und musikalischen Schmankerln lässt Philipp euch an seiner Liebe zur Musik und nicht zuletzt an seiner musikalischen Entwicklung teilhaben. Im Moment öffnet er immer wieder gern die Schubladen Deep House, Tech House und Techno. Und dies macht er in jeder freien Minute, die sich finden lässt - mit jeder Menge Einsatz und Engagement, mit unglaublich viel Liebe zum Detail und einer LKW-Ladung Herzblut. Um euch weiterhin qualitativ hochwertige Einblicke in die Welt der elektronischen Tanzmusik zu liefern, ist Philipp für euch immer wieder ganz vorn dabei.

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