Pan-Pot im „The Other“ Album Interview: „Ich würde es sogar als Ego-Album bezeichnen wollen“

Am heutigen Freitag, den 25. September, veröffentlichen die Wahlberliner Tassilo Ippenberger und Thomas Benedix, besser als Pan-Pot bekannt, knapp acht Jahre nach ihrem Debütalbum „Pan-O-Rama“ ihr lang erwartetes zweites Album auf dem eigenen Label Second State. Es trägt den Namen „The Other“ und bietet insgesamt 14 Tracks. Mittlerweile gehören die beiden zu den weltweit gefragtesten Techno-Acts und spielten im Jahr 2014 sage und schreibe 120 Gigs. Umso mehr freue ich mich, dass es nun mit dem neuen Album geklappt hat und jetzt in der etwas stressigen Tourphase auch noch die Zeit für ein ausführliches Interview war.

Pan Pot - The Other

Trackliste

01 Your Attention
02 808 Nirvana
03 Optimistic Grey
04 Pina
05 Sleepless feat. L.O.U.
06 Riot feat. Frankie
07 Get In feat. Kevin Knapp
08 Operator
09 Fist Bump From Destiny
10 Broken Engine
11 The Luxury Of Living Day By Day
12 Twelve
13 Fugitive (Pan-Pot & ABBY)
14 Punxsutawney

Donnerstag, 17. September 2015, gegen 14 Uhr: Während Thomas noch auf Ibiza verweilt, weil er am Vortag einen spontanen HYTE-Gig im Amnesia gespielt hat, unterhalte ich mich via Skype-Telefonat mit Tassilo, der an dem mit Meetings vollgepackten Tag in den Berliner Riverside Studios ist, über „The Other“. In der knappen halben Stunde reden wir über das neuen Album, das eigene Label Second State und einige allgemeine Themen. Außerdem gibt Tassilo noch einen kurzen Ausblick, was bis Ende 2015 bzw. im Jahr 2016 geplant ist.

Von eurem Debütalbum „Pan-O-Rama“ bis zum zweiten Album sind acht Jahre vergangen. Was waren die Gründe für diese doch recht lange Zeitspanne?

Tassilo: Die Gründe waren, dass wir keine Zeit hatten (lacht). Es sind tatsächlich acht Jahre, krass (überlegt). Eigentlich sind es ja nur sieben Jahre, weil wir das Album das ganze Jahr 2014 produziert hatten. Bis es dann rauskommt, vergeht natürlich noch ein bisschen Zeit. Wir haben in diesen sieben Jahren drei Alben angefangen und leider immer nur bis zur Hälfte, dreiviertel fertig bekommen und dann mussten wir einfach aus Zeitgründen feststellen, dass wir es nicht schaffen. Das heißt, wir haben auf dem Rechner immer noch drei fast fertige Alben rumliegen, was auch zeigt, dass wir schon immer wieder den Versuch gestartet haben, aber einfach der Prozess zu langwierig wurde. Man sieht es ja jetzt bei dem Album, dass es dann doch fertig wurde. Wir haben ein Jahr produziert, gemischt und gemastert. Und dann jetzt nochmal ein dreiviertel Jahr bis es dann rauskommt, um die Grafik und das Konzept zu erstellen und die ganze Promo und das Marketing fertig zu bekommen. Das ist, wenn man es ordentlich machen möchte, ein ewig langer Prozess, der viel Zeit in Anspruch nimmt.

Für meine Wenigkeit: Ich habe in Berlin noch mit meinen zwei anderen Partnern in den letzten dreieinhalb Jahren die Riverside Studios gebaut. Da war ich so involviert mit Bauarbeiten und Organisation, dass ich eine Zeit lang (ein Jahr oder eineinhalb Jahre) fast gar keine Musik gemacht habe, weil ich gar kein Studio hatte. Das sind natürlich auch Dinge, die da mit reinspielen.

Das 2. Album heißt „The Other“. Warum?

Tassilo: Der einfache Hintergrund: „The Other“, weil es das andere, das zweite Album ist und es für uns einfach so ein langer Prozess war, dass es für uns jetzt endlich das andere, das zweite ist. Durch die Erfahrung, dass wir relativ lange brauchen für so etwas und momentan auch nicht vom dritten ausgehen, war für uns der Name einfach passend, weil es jetzt endlich das andere, das nächste ist. Dadurch, dass wir ein Duo sind, also immer zu zweit arbeiten, sowohl beim Auflegen als auch im Studio, entsteht immer der Bezug auf den anderen, so dass es immer die 50:50-Geschichte gibt. Das zieht sich durch unsere ganze Karriere: Der andere, das andere. Da fanden wir den Namen einfach extrem passend.

Pan-Pot

In Interviews habt ihr immer wieder betont, dass ihr schon mehrmals ein Album fertig hattet. Konntet ihr Skizzen oder Teile von diesen Tracks verwenden oder habt ihr alles von Grund auf neu produziert?

Tassilo: Im Intro haben wir diesen weiblichen Vocal-Fetzen „Anyone interested“. Der war schon in der Skizze vom dritten unfertigen Album mit dabei. Aber auch wirklich nur dieser Vocal-Fetzen, weil ich dachte, das passt ganz geil für ein Intro. Dann haben wir den ins Intro mit reingebastelt. Ansonsten ist alles 2014 entstanden, ohne irgendwelche Reste oder Anfänge von anderen Ideen zu verwenden. Das war aber auch ganz bewusst so, weil wir gesagt haben, wir wollen das jetzt wirklich durchziehen. Wir haben das ganz klar auch mit unserem Team abgesprochen, dass es jetzt Deadlines gibt, an die wir uns halten, das umsetzen zu können. Es war auch ganz klar die Ansage von uns selbst an uns selbst, dass wir sagen: OK, es ist jetzt komplett der Fokus darauf und wir fangen alles von vorn an. Es werden keine Reste verwertet.

Beim Durchhören der 14 Tracks, merkt man sofort, dass ihr euch musikalisch ausgetobt habt. War das nach zahlreichen Technoreleases mal nötig, etwas anderes zu machen, was die Leute nicht erwartet hätten?

Tassilo: Absolut, zu 100 Prozent richtig. Ich würde es sogar als Ego-Album bezeichnen wollen. Ego-Album im Sinne von, wir wollten uns selbst austesten und ausspielen. Das war genau der Prozess, dass wir am ersten Tag gesagt haben, OK, jetzt fangen wir mit dem Album an. Wir wollen die erste Zeit und die nächsten Wochen nur Sachen machen, die wir normalerweise nicht machen, nicht machen können, und bisher auch nicht machen wollten oder vielleicht machen konnten aus Zeitmangel oder aus der Tatsache heraus, dass wir ein gewisses Genre bedienen. Es war einfach so, dass wir wahnsinnig Spaß dabei hatten, Sachen wie „Riot“, das Intro oder „Punxsutawney“ zu machen. Das war für uns eine absolute Erfüllung. Wir haben uns dabei total wohl gefühlt. Wir haben auch wahnsinnig viel Zeit dafür verwendet, weil wir Bock darauf hatten und um unseren anderen musikalischen Background und unsere Vorlieben auszuleben: Langsamere Sachen, experimentellere Sachen, ambiente Sachen und auch wieder mit Vocals zu arbeiten und zwar in einem professionellen Surrounding. Das war für uns ganz wichtig und auch eine Befriedigung unseres Egos. Wir sind ganz happy damit.

Wie lang war die tatsächliche Produktionszeit für „The Other“?

Tassilo: Zeitraum war das ganze Jahr 2014. Zwischen Januar und Juli hatten wir pro Woche zwei Tage für Produktion, Ideenentwicklung und Arrangements. Wenn wir länger auf Tour waren mit Breaks dazwischen. Dann haben wir uns relativ viel Zeit für das Mixing genommen, weil wir mit Oli Leib, einem unserer Studio Engineere in Riverside, zusammen gearbeitet haben. Wir haben die ersten Mixe im August / September gemacht. Und dann haben wir mit ihm noch einmal einen Monat dran gesessen, weil es wichtig war, dass das ganze Album, das vom Einfluss her schon unterschiedlich ist, im Mix soundtechnisch die gleiche Signatur kriegt. Sprich, dass man über jeden Track noch einmal drüber geht und sozusagen eine ganz klare Identifizierung für das Album erstellt. Beim Mastering hatten wir mehrere Anläufe, auch weil wir schauen wollten, wo wir hingehen können mit dem Album. Es musste ja auf einen Longplayer. Bei 14 Tracks, die auch noch gemischt sind, sprich du hast Dance-Tracks und Listening-Tracks, muss ja alles irgendwie homogen klingen. Muss aber trotzdem auch im Club laufen können. Dann gibt es noch einen Vinyl-Master dazu. Das war auch locker noch einmal einen Monat. Auch mit Pausen, weil man es testen musste usw. Wir haben dem ganzen Prozess ein Jahr gegeben. Immer wieder mit Pausen, aber mit der Intention, dass es ein Produkt wird, mit dem wir zufrieden sind und wo wir auch wissen im Endeffekt, wir haben schon so viel ausprobiert, dass wir wissen, dass das das ist, was wir machen wollen und dass das das Resultat ist, mit dem wir zufrieden sind.

Ihr habt aber nicht gesagt, ihr tourt zum Beispiel zwei Monate gar nicht?

Tassilo: Ne, wir haben konstant in dem Zeitraum unsere Gigs gespielt. Haben uns während der Woche, wenn wir in Berlin waren, ganz bewusst mehr Zeit gegeben im Studio. Haben das auch ganz klar kommuniziert an unsere Freundinnen und Familien. Wir sind dann auch oft lange abends noch und bis nachts im Studio gesessen und haben wirklich viel Zeit verbracht. Aber wir haben uns keinen Studiozeitraum über zwei oder drei Monate, wie man es machen könnte, genommen.

Pan-Pot

War es eine Herzensangelegenheit, „The Other“ auf Second State zu veröffentlichen, oder habt ihr das Album auch anderen (eventuell größeren) Labels angeboten?

Tassilo: Wir haben darüber nachgedacht und da gab es auch nur eine andere Option neben unserem eigenen Label. Wir haben überlegt, es an Daniel Miller für Mute zu schicken, weil wir große Fans von dem Label sind und weil wir uns gedacht haben, das könnte etwas für Mute sein. Wir haben es nicht an Mute geschickt. Wir haben es deswegen nicht an Mute geschickt, weil wir uns sehr viel Zeit genommen, diskutiert und überlegt hatten, was denn wirklich Sinn machen würde. Da wir ein eigenes Label, die Strukturen und gewisse finanzielle Mittel zur Verfügung haben, um das dementsprechend selbst durchzuziehen, haben wir das dann im Endeffekt als die klügste Variante gesehen und uns dafür entschieden. Wir sind im Nachhinein mehr als happy, dass wir es so gemacht haben.

Könntet ihr euch vorstellen, mit den Tracks auch live zu spielen, oder besinnt ihr euch auf eure DJ-Sets?

Tassilo: Wir besinnen uns ganz klar auf unsere DJ-Sets (lacht). Auch das Thema haben wir kurz angeschnitten, aber gleich wieder verworfen. Wir sind einfach kein Live-Act. Wir sind DJs. Wir spielen die Tracks so selber im Club. Wir haben auch ein schönes, großes Remix-Paket dazu, wo die Tracks in den Club-Kontext gebracht werden, die eher im Listening-Kontext sind. Wir sind ganz klar DJs und sehen es auch nicht als notwendig an, das in den Live-Kontext zu bringen.

Also war der Gig 2011 im Amnesia auf Ibiza der einzigste Live-Gig ever?

Tassilo: Ganz klar, absolut. Das wird sich – glaube ich – auch in Zukunft nicht mehr ändern (lacht).

Wenn ihr heute zum Start von Second State im Jahr 2014 zurückblickt, seid ihr mit der Entwicklung des Labels zufrieden?

Tassilo: Ja, wir sind zufrieden. Wir sehen aber auch ganz klar, dass das konstant Arbeit ist und eine konstante Weiterentwicklung sein muss. Wir haben ein sehr enges Verhältnis zu all unseren Künstlern. Wir treffen uns regelmäßig. Wir haben auch noch jemanden, der ganz klar die Kommunikation zwischen Label und Künstlern führt, der sich wöchentlich darum kümmert, dass mit allen gesprochen wird, dass alle sich austauschen und dass jeder auch seine Ideen präsentieren kann. Das machen wir auch gern in gemeinsamer Runde. Und dass wir uns alle weiterentwickeln müssen – musikalisch als auch persönlich. Wir versuchen es sehr eng mit unseren Künstlern zu halten, dass wir ganz klar Feedback geben, wie wir was sehen und wo wir die Richtung sehen für das Label, aber auch für jeden einzelnen Künstler im Profil. Wir sind zufrieden, mit dem, wie es bisher gelaufen ist. Aber wir wissen ganz klar, dass es noch viel besser laufen kann und laufen muss.

Pan-Pot

Auffällig ist, dass ihr auf Second State mehr eigene Musik veröffentlicht als es die letzten Jahre auf mobilee der Fall war. Könnt ihr euch insgesamt mehr austoben auf eurem eigenen Label?

Tassilo: Ganz klar. Das war für uns auch mit eine der Initialzündungen für das Label, dass wir gesagt haben, ok, wir wollen jetzt unser eigenes Ding machen ohne uns rechtfertigen zu müssen Musik zu releasen und die Möglichkeit auch anderen Leuten geben mit der Musik, die uns gefällt, aber eben auch immer mit der Option bei einem Release dem Künstler die künstlerische Freiheit zu geben, auch was anderes zu machen. Das sehen wir als unser Labelmotto und da sind wir auch konstant dran, den Leuten das klar zu machen, dass sie natürlich etwas abliefern müssen, was in unseren Augen funktioniert und was auch in den Augen des Marktes funktioniert. Aber dann eben auch so viel künstlerische Freiheit jemandem zu geben, dass er sagt, OK ich bin happy damit, was ich hier machen kann. Und dass man so ein gewisses Wohlgefühl erzeugt. Über die Idee des Labels sind wir wirklich happy, sind aber auch konstant immer noch dran, das noch mehr auszuleben und den Leuten auch noch mehr klar zu machen. Es steckt noch viel Arbeit drin, aber ich glaube auch, dass unsere Künstler echt zufrieden sind damit, zumindest haben wir das so rausgehört. Wir fühlen uns wohl damit!

Ihr haltet den Stamm ziemlich klein?

Tassilo: Er ist jetzt schon größer als wir gedacht haben oder als wir vor hatten. Wir sind jetzt auch schon an einer gewissen Kapazitätengrenze, was unsere Releases oder Releasemöglichkeiten betrifft. Deswegen haben wir uns auch für 2016 überlegt, dass wir noch mehr in den digitalen Markt reingehen, um das Vinylrelease ein bisschen zurückzuziehen und mehr Slots zur Verfügung zu haben, um bisschen mehr zu machen und um uns flexibler aufzustellen. Das wird man dann 2016 sehen.

Seid ihr Flugzeug- oder Flughafen-Produzenten wie manch andere? Oder braucht ihr euer Studio um euch herum?

Tassilo: Option Nummer zwei leider Gottes. Ich wäre froh, wenn ich jemand wäre, der das wirklich auf Tour machen kann. Ich habe es mehrmals probiert, manchmal klappt es auch, aber ich bin jemand, der einfach im Studio funktioniert. Ich habe hier mein Equipment, ich habe hier meine Boxen und meinen Sound, den ich kenne. Leider Studioproduzent. Thomas auch.

Kennt man eigentlich nach so vielen Releases (seit 2005) noch jeden eigenen Track mit dem Namen, wenn man ihn mal hört?

Tassilo: Nein (lacht). Ich würde jederzeit wieder erkennen, dass es unserer ist. Die Namen würde ich aber nicht auf Anhieb alle hinbringen. Schwierig, weil wir teilweise auch Namen dabei haben, die nicht so sinnvoll sind.

Ihr wart in diesem Jahr so oft auf Ibiza wie nie zuvor. Außerdem wart ihr auch Teil der ersten Saison der HYTE-Veranstaltungsreihe. Gibt euch Ibiza noch einmal einen extra Schub in Sachen Motivation und Energie?

Tassilo: Ja, aber es raubt auch wahnsinnig viel Energie. Es ist für uns natürlich ein riesen Schritt eine Art eigene Residency auf Ibiza zu haben in einem Kontext, wie Hyte uns das bietet. Es ist auch anstrengend mit dabei zu sein, diese Brands zu etablieren auf der Insel, aber es macht auch wahnsinnig Spaß. Soundmäßig ist es für uns wieder ganz erfrischend, weil wir relativ groovig und housig spielen, nicht weil wir auch auf der Terrasse einigermaßen oft gespielt haben, wo es einfach kein Techno ist, sondern Tech House. Das finden wir beide gerade extrem gut und fühlen uns dabei sehr wohl. Wir sind aber auch froh, wenn die Saison vorbei ist, weil es einfach wahnsinnig anstrengend ist.

Dass heißt, euer Privatleben kommt aktuell etwas zu kurz aufgrund des Tourens?

Tassilo: Es ist gerade relativ wenig Privatleben vorhanden. Wir versuchen so viel wie möglich unsere Familien oder Beziehungspartner mitzunehmen auf Tour, das ist aber auch nur bedingt möglich. Da wir mittwochs spielen, während der Woche, ist es für uns so, dass wir vom Wochenende nach Ibiza fliegen und von Ibiza wieder ins Wochenende. Sobald Ibiza vorbei ist, haben wir während der Woche einfach wieder mehr Zeit und mehr Zeit für unser Privatleben.

Pan-Pot

Erst kürzlich hat Native Instruments sein neues Dateiformat „Stems“ der Öffentlichkeit vorgestellt und nun kann man Stems auch mit der entsprechenden Hardware (die ihr ja in Form der Traktor Kontrol D2 schon nutzt) selbst einsetzen. Wie seht ihr die Entwicklung, zum einen aus der Sicht von DJs, zum anderen aus Sicht von Produzenten, Fluch oder Segen?

Tassilo: Ich halte grundsätzlich solche neuen Technologien immer als Segen, weil Fluch ist falsch. Entweder man nutzt es oder man nutzt es nicht. Es ist ja nix, was man machen muss. Sondern es ist eine weitere Option, die einem zur Verfügung steht. Das kann man nicht als Fluch bezeichnen, finde ich totalen Quatsch. Wir nutzen die Remix-Decks schon seitdem sie draußen sind mit der Bedienung des F1. Es ist ja nix anderes mit dem D2. Die Stems-Geschichte habe ich mir persönlich noch nicht näher zur Brust genommen. Das werde ich noch machen. Ist aber gerade einfach aus Zeitmangel nicht möglich gewesen. Ich kann mir das gut vorstellen. Ich glaube, dass es Sinn macht. Mir macht es Spaß, eigene Elemente oder auch Elemente anderer Leute in Form von solchen Stem-Geschichten oder Remix-Elementen in ein Set zu integrieren. Ich finde, es macht Sinn. Es gibt Individualismus. Es ist eine tolle Technologie und eine tolle Option, seinem Set etwas hinzuzufügen.

Habt ihr neben dem Watergate einen persönlichen Lieblingsclub oder ein Festival, bei dem ihr sagt, hier kommen wir immer wieder gern hin?

Tassilo: (lacht) Time Warp, Awakenings, Warung in Brasilien, Output, Stereo, Zig Zig (bricht ab). Das ist immer eine gemeine Frage, weil, wenn ich bei einem anfange, muss ich beim anderen aufhören. Aber da gibt’s viele.

Jedes Jahr hält ja so seine Überraschungen bereit, was Tracks und auch Künstler betrifft. Habt ihr einen Geheimtipp, den man auf der Uhr haben sollte?

Tassilo: Alle unsere Label-Künstler (lacht).

Was können wir bis Ende 2015 bzw. im Jahr 2016 vom Duo Pan-Pot erwarten? Könnt ihr einen kurzen Ausblick geben?

Tassilo: Erstmal ist jetzt natürlich das Album im Hauptfokus bis Ende des Jahres, Anfang des neuen Jahres. Klar, da gibt’s eine Albumtour dazu. Dann sind wir auch schon wieder soweit, sobald wir uns es zeitlich einrichten können, dass wir an der nächsten EP arbeiten wollen. Wir werden natürlich weiter mit unseren Künstlern zusammen arbeiten. Wir werden auch für die nächste Second State Hub wieder einen Track mit demjenigen, der die Hub dann macht, zusammen machen. 2016 wird es mit Sicherheit mal wieder eine Compilation geben, aber da kann man auch noch nicht weiter dazu sprechen.

Das Interview führte Philipp Elzner.

Wir bedanken uns ganz herzlich für das ausführliche Interview und wünschen weiterhin viel Erfolg.

Über Philipp

Philipp, der wohl größte Pan-Pot Fan auf Erden, ist das Herz und die Seele von replay – um nicht zu sagen: Philipp ist replay, wenn er nicht gerade als Webdesigner arbeitet. In vielen Beiträgen und musikalischen Schmankerln lässt Philipp euch an seiner Liebe zur Musik und nicht zuletzt an seiner musikalischen Entwicklung teilhaben. Im Moment öffnet er immer wieder gern die Schubladen Deep House, Tech House und Techno. Und dies macht er in jeder freien Minute, die sich finden lässt - mit jeder Menge Einsatz und Engagement, mit unglaublich viel Liebe zum Detail und einer LKW-Ladung Herzblut. Um euch weiterhin qualitativ hochwertige Einblicke in die Welt der elektronischen Tanzmusik zu liefern, ist Philipp für euch immer wieder ganz vorn dabei.

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