replaycast #35 – Indiana Jane

replaycast #35 – Indiana Jane

Wir freuen uns, euch den 35. replaycast von Indiana Jane zu präsentieren.

Indiana Jane ist längst keine Unbekannte mehr. Seit 2014 steht sie hinter den Decks und tut dies nach wie vor mit großer Leidenschaft ziemlich regelmäßig. Sie selbst sagt: „Das Auflegen hat ein Feuer in mir entfacht, welches mich nicht mehr loslässt, ich liebe es!“

Mit ihrem vielseitigen Sound, der von Deep House über Super House (den Begriff haben Andhim geprägt) bis hin zu Techno reicht, möchte Indiana Jane ihre Zuhörer in eine positive Stimmung versetzen. Sie sollen auch solch ein magisches Gefühl verspüren, wie sie selbst beim Hören dieser Musik erlebt und sich somit unbeschwert und frei fühlen. Durchflutet von viel Melodie, träumerischen Klängen und einem gut tanzbaren 4/4 Takt laden Indiana Janes Sets zum Träumen, Tanzen und Phantasieren ein.

Eine wundervolle, drei Stunden lange Kostprobe ihres Könnens gab die junge DJane vergangenen Sommer bei tropischen Temperaturen zu unserer Summer Session in der Spinnerei.

Zum replaycast hat uns Indiana Jane noch fünf kleine Fragen beantwortet: So gibt sie einige Details zum Mix preis und auch einen kurzen Ausblick auf das, was noch 2017 folgt.

Wie hast du die Tracks für den Podcast ausgesucht? War dir von Anfang an klar, in welche Richtung du gehen möchtest?

Indiana Jane: Ich sammle immer fortlaufend verschiedene Tracks, diese sortiere ich dann in die jeweiligen Monate ein, in denen ich diese Tracks entdeckt habe. Das müssen nicht immer die aktuellsten Produktionen sein, die gerade auf den Markt kommen. Ich gehe dabei nach meinem Geschmack und kaufe mir die Lieder, die mir gerade gefallen. Die meisten Tracks, die in diesem Podcast zu hören sind, habe ich im Januar gefunden. Einige sind auch aus dem Monat Dezember oder November. Bevor ich den Podcast aufgenommen habe, war mir klar, dass ich hier andere Tracks spielen möchte, als in meinen vorherigen Sets, sonst wird es ja irgendwann langweilig. Klar war für mich, es sollte auf jeden Fall abwechslungsreich werden und nicht zu straff vom Sound her. Eine klare Abfolge von Tracks lege ich mir nie zurecht. Ich beginne mit einem Lied und schaue dann, was als nächstes kommen kann und spiele so immer weiter. Das birgt natürlich auch die Gefahr, dass einem Fehler passieren und man auch mal unter Zeitdruck gerät, aber ich mag es lieber intuitiv.

Steckt hinter den ausgesuchten Tracks eine Geschichte?

Indiana Jane: Für mich persönlich bringt jeder Track eine Geschichte mit sich. Ganz egal ob darin gesungen wird oder nicht. Für mich sind die Klänge entscheidend. Der erste Track im Podcast heißt „Indian Stories“. Er hat so etwas mystisches und ist gleichzeitig mit seinem Namen ein guter Anfangstrack für ein Podcast von mir :) Im zweiten Track „Burning Bright“ stecken für mich viele positive Gefühle von Hoffnung drin. Nach dem Motto:“Burning bright statt Burn out.“ Generell ist es mir sehr wichtig, dass die Tracks, die ich spiele, ein positives Gefühl in mir auslösen und etwas Besonderes haben. Das soll keineswegs heißen, dass die Musik immer nach Friede, Freude, Eierkucken klingt. Manchmal höre ich auch sehr emotionale Musik, die auf bestimmte Erfahrungen einfach passt. Man ist täglich von genügend Stress umgeben, die Musik ist da der beste Retter. Die Musik begleitet mich auf meinem Lebensweg und geht mir oft durch den Kopf im Alltag, auch wenn ich sie gerade nicht höre. Sie ist für mich mein Motivator und Begleiter in allen Situationen. Und deshalb steckt für mich persönlich hinter jedem Track eine Geschichte.

Der letzte Track „German Winter“ ist eine aktuelle Produktion von Andhim und passt perfekt zum diesjährigen Winter. Dieses Lied trägt auch so etwas Gemütliches, Verträumtes in sich, was mir sehr gefällt.

Wie und wo ist der Mix entstanden?

Indiana Jane: Dieser Podcast ist in unserem geliebten „Technostübchen“ entstanden. Das ist das Studio von 3 Freunden und mir, im idyllischen Wolkenburg. Das Technostübchen haben wir vor ca. 3 Jahren in einem alten 4-Seiten-Hof ausgebaut und hergerichtet. Seither ist es ein regelmäßiger Treffpunkt zum Musizieren im kleinen Kreis. Der Mix ist einmal mitten in der Woche entstanden und war ein schöner Ausgleich.

Was ist dein Plan für das Jahr 2017? Hast du schon einmal daran gedacht, mit dem Produzieren zu beginnen?

Indiana Jane: Für 2017 sind schon einige Termine geplant. So spiele ich beispielsweise erstmalig auf dem „Lichtschutzfaktor- Festival“ in Freiberg, welches im Juli stattfindet. Das Himmelfarbkommando auf dem Gelände des alten Farblagers Oberlungwitz ist jedes Jahr ein fester Termin in meiner Planung. Im April habe ich die Ehre, gemeinsam mit Hartmann Dekker die Coffee Art Bar in Chemnitz zu bespielen. Und im März ist auch etwas, für mich sehr spannendes geplant. Lasst euch überraschen:) Und vom Rest des Jahres lasse ich mich ebenfalls überraschen.

Natürlich habe auch ich schon hin und wieder daran gedacht, selbst einmal etwas zu produzieren. Bisher hat mir dafür leider die Zeit und das Equipment gefehlt. Aber fest steht für mich, dass ich weiterhin Musik machen möchte und mich auch weiterentwickeln möchte. Ob dabei einmal etwas selbst Kreiertes zustande kommt, steht noch in den Sternen. Bisher lasse ich mich gern von den vielen, sehr guten Produktionen anderer Künstler inspirieren und repräsentiere gern diese Kunstwerke.

Welche Künstler überzeugen dich mit ihrer Musik derzeit am meisten?

Indiana Jane: Womit wir auch schon zu dieser Frage kommen: Zwei, die mich schon seit langem mit ihrer Musik verzaubern und auch mit ihren aktuellen Produktionen, viel Kreativität und Herzblut zeigen, sind für mich Andhim. Von ihnen finde ich immer wieder Tracks, die mich beeindrucken.

Ein Künstler, mit gutem Leipziger Clubsoundgeschmack ist für mich Sven Tasnadi. Nicht nur seine Remixe und Produktionen überzeugen mich, auch seine Sets haben einen abwechslungsreichen Charakter.

Von der weiblichen Fraktion sind für mich derzeit Bebetta und auch Maya Jane Coles Spitzenreiter. Maya spricht mit ihren Tracks viele Emotionen an. Und Bebetta beweist mit technoiden, melodischen Klängen eine tief in ihr lebende Leidenschaft zur Musik. Sehr empfehlenswert finde ich auch ihre Sets aus der „Bebetta in Bed“ Reihe.

Eine interessante Neuentdeckung von mir ist „Mohn“ Dieser Künstler hat 2 Produktionen auf dem „Soulful Techno“ Label veröffentlicht, die voll meinen Geschmack treffen.

Das Interview führte Philipp Storl.

Über Philipp

Philipp, der wohl größte Pan-Pot Fan auf Erden, ist das Herz und die Seele von replay – um nicht zu sagen: Philipp ist replay, wenn er nicht gerade als Webdesigner arbeitet. In vielen Beiträgen und musikalischen Schmankerln lässt Philipp euch an seiner Liebe zur Musik und nicht zuletzt an seiner musikalischen Entwicklung teilhaben. Im Moment öffnet er immer wieder gern die Schubladen Deep House, Tech House und Techno. Und dies macht er in jeder freien Minute, die sich finden lässt - mit jeder Menge Einsatz und Engagement, mit unglaublich viel Liebe zum Detail und einer LKW-Ladung Herzblut. Um euch weiterhin qualitativ hochwertige Einblicke in die Welt der elektronischen Tanzmusik zu liefern, ist Philipp für euch immer wieder ganz vorn dabei.

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