replaycast #38 – Zooash

replaycast #38 - Zooash

Wir freuen uns, euch den 38. replaycast von Zooash zu präsentieren. Im Raum Sachsen ist Felix kein Unbekannter, auch in der Distillery zelebrierte er schon Techno im berühmten Keller und brachte die Gäste zum Schwitzen.

Im Rahmen des replaycast stand uns Zooash Rede und Antwort. Unter anderem zum replaycast, was seine Lieblingskünstler sind, sein Lieblingsclub und was 2017 noch ansteht.

Wie hast du die Tracks für den Podcast ausgesucht? War dir von Anfang an klar, in welche Richtung du gehen möchtest?

Zooash: Im Grunde bestehen die meisten Mixes von mir aus den erworbenen Tonträgern und einem Teil, den ich Promo bekommen habe. Dementsprechend gestaltet sich das heraussuchen bzw. vorbereiten eines Mix aus bekannten Tracks und dem selektieren aus dem Promo-Material.

Es war von Anfang an klar, es sollte in eine technoide Richtung mit dem Podcast gehen und eine kleine Geschichte sollte er auch erzählen. Deswegen mag ich es gerne, in jeglichen Sets melodisch flächiger einzusteigen und das Set bis zum Ende zu steigern, unabhängig von der Geschwindigkeit der Tracks.

Wie und wo ist der Mix entstanden? Welche Technik kam zum Einsatz?

Zooash: Der Mix ist am letzten Wochenende im Studio in Oberhausen entstanden und mit einem Pioneer DJM-600 und zwei Pioneer CDJ-400. Mittlerweile DJ-Technik aus dem vorangegangen Jahrzehnt, jedoch liefert sie für meine Zwecke immer noch solide und zuverlässige Arbeit.

Welche Künstler überzeugen dich mit ihrer Musik derzeit am meisten?

Zooash: DJ Hell erlebt ja momentan seine Renaissance als deutscher Technokünstler der ersten Stunde und vor allem sein neues Album „Zukunftsmusik“ hat es mir angetan. Mir gefallen besonders die Vielschichtigkeit und die Klangflächen des Albums. Seine Nummern passen meiner Meinung nach immer in ein DJ-Set. Habe immer mindestens einen Track von ihm dabei und spielbereit. Man darf des Weiteren gespannt auf seine kuratorische Arbeit im „MOMEM – Museum of Modern Electronic Music“ gespannt sein, welches nächstes Jahr in Frankfurt eröffnet.

Weiterhin überzeugt mich momentan „Charlotte de Witte“: Trotz der Fülle an Releases in den letzten zwei Jahren auf vielen namenhaften Labels schafft sie es immer wieder neue, überraschend und ausgewogene Tracks zu produzieren. Ich bin immer in freudiger Erwartungshaltung, wenn von ihr neue Tracks veröffentlicht werden.

Was ist dein Lieblingsclub?

Zooash: Distillery in Leipzig (Gast wie DJ). Viele Grüße nach Leipzig an die beiden Kollegen Georg Bigalke und Dominique Frank für die Veranstaltungen in der Tille. ;-)

Was ist noch geplant für das Jahr 2017?

Zooash: Momentan bin ich in den letzten Zügen der Fertigstellung meiner nächsten EP, die möglichst noch dieses Jahr erscheinen soll. Eine darauf folgende Remix-EP ist auch schon in der Planung. Weitere Details dazu folgen in Kürze auf meinen Kanälen.

Ein künftiges Projekt stellt „Kurt Woodlux“ für mich dar, eine neue musikalische Ausgründung, die ich schon vor ein paar Jahren vorgenommen habe. Jedoch erst dieses Jahr auf dem fünften Geburtstag des Pochwerk Open Air in Freiberg seine Premiere feiert. Unter diesem Namen werden differenzierte musikalische Veröffentlichungen in naher Zukunft folgen, die in den letzten Jahren entstanden sind und nicht in die Bandbreite von „Zooash“ gepasst haben.

Auf dem Label „Vocabula Recordings“, welches ich mit meinem Dresdner Kollegen „Flashdisco“ führe, stehen auch noch zwei Releases in den Startlöchern. Die Katalognummer 26 wird von dem Leipziger „Schulz Audio“ kommen und eine verspielte minimalistische Soundtrack-EP werden. Die darauf folgende EP hat eher experimentelle Charakter und wird rein aus Remixen bestehen: Das Ausgangsmaterial lieferte dafür die Aachener Indie Rock Band „Bold Sun“. Sowie einige Überraschungen halten wir noch bereit für 2017.

Einige Auftritte wird es in diesem Jahr noch geben, als Zooash sowie Kurt Woodlux.

Das Interview führte Philipp Storl.

Trackliste

01 Martinet – Unravel
02 Kölsch – PUSH
03 Dino Lenny – Shoot Me To The Sky (Maceo Plex Remix)
04 Joris Voorn – I Ran The Zoo (Digital Version)
05 Andres Campo – Vamped
06 Loco & Jam – Tell Me Why
07 Obscure Shape & SHDW – Am Ende der Welt
08 MATRiXXMAN – Polarity
09 Ramiro Lopez – Come Closer (feat. Juliet Fox)
10 Ambivalent – Buck
11 Fabrizio Lariana – Far Away
12 Tensal – Proton 1
13 Juxta Position – Reimagined
14 Johannes Volk – Escapism
15 Alan Fitzpatrick – You Got Me (Slam Track Series Remix)
16 Truncate – Process
17 Obscure & SHDW – Himmel und Erde
18 Juxta Position – Made in Belgrade

Über Philipp

Philipp, der wohl größte Pan-Pot Fan auf Erden, ist das Herz und die Seele von replay – um nicht zu sagen: Philipp ist replay, wenn er nicht gerade als Webdesigner arbeitet. In vielen Beiträgen und musikalischen Schmankerln lässt Philipp euch an seiner Liebe zur Musik und nicht zuletzt an seiner musikalischen Entwicklung teilhaben. Im Moment öffnet er immer wieder gern die Schubladen Deep House, Tech House und Techno. Und dies macht er in jeder freien Minute, die sich finden lässt - mit jeder Menge Einsatz und Engagement, mit unglaublich viel Liebe zum Detail und einer LKW-Ladung Herzblut. Um euch weiterhin qualitativ hochwertige Einblicke in die Welt der elektronischen Tanzmusik zu liefern, ist Philipp für euch immer wieder ganz vorn dabei.

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