Thomas Lizzara im Interview: „Ich hatte einfach mal Lust auf etwas anderes, jedes Wochenende auflegen macht zwar Spass, …“

Thomas Lizzara

Nach seinem gefeierten Debütalbum „Dopamin Puzzle„, legt Thomas Lizzara mit seinen aktuellen Remixen für Dr. Motte und Alle Farben zwei druckvolle Produktionen aufs Parkett – intensiv und berührend zugleich. Ebenfalls veröffentlichte Lizzara kürzlich seinen Remix für David K und arbeitet an seinem Livekonzept mit Sänger Steven Coulter und den virtuosen Animal Swing Kids aus Berlin, welches bereits im November debütierte. Der sympathische DJ & Produzent aus Berlin ist nicht mehr aufzuhalten. Thomas stand im folgenden Interview Rede und Antwort.

Du hast vor kurzem im Magdalena dein erstes Live-Konzert präsentiert. Was steckt hinter dem neuen Konzept und wer ist mit dabei?

Thomas: Ich hatte einfach mal Lust auf etwas anderes, jedes Wochenende auflegen macht zwar Spass, aber ich wollte auch mal wieder etwas anderes probieren und sehen wie es ankommt. Es war eigentlich eine Art, Test Konzert, um erst mal zu sehen was so geht, deshalb auch erstmal an einem Mittwoch.

Mit dabei waren Steven Coulter (Berlin my Love), David K. (Meet You) der für mich das erste mal auf der Bühne live gesungen hat, Ethiel Nieman, die meinen inoffiziellen Dillon Remix live gesungen hat sowie Paul Klatt (Violine), Johannes Pop (Trompete) und Robert Klixx (Gitarre).

Überraschender Weise kamen auch viel mehr Leute als erwartet, so das wir einen unvergesslichen Abend hatten.

Jetzt bin ich am analysieren des Konzerts und schaue was man noch verbessern kann usw. um dann im nächsten Jahr ein weiteres noch schöneres Konzert zu geben.

Inwiefern unterscheidet sich die Vorbereitung auf die Live-Situation mit Sängern und Musikern zu deinen bisherigen Live-Sets?

Thomas: Es war schon einiges an Arbeit, man muss überlegen, welche Titel man spielt, wer welche Parts durch ein Instrument oder Stimme übernehmen kann, wer wann seinen Einsatz hat usw. Da muss man schon einiges koordinieren. Auch weil wir nicht wirklich vorher proben konnten, da nicht alle Musiker aus Berlin kommen, aber das sorgte auch für ein schönes Lampenfieber vor dem Auftritt, weil man nicht weiß ob alles so klappt :-)

Thomas Lizzara

Auch bei deinen neuen Produktionen arbeitest du wieder wie auch schon auf deinem Album „Dopamin Puzzle“ mit Live-Musikern zusammen. Was ist gerade an Tracks in Planung?

Thomas: Nach dem Konzert, habe ich beschlossen mit jedem einzelnen „meiner“ Musiker einige Singles zu produzieren, die wir dann einzeln releasen und bei unserem großen Konzert im nächsten Jahr auch live performen können.

Aktuell hast du verschiedene Remixproduktionen draußen, unter anderem für Alle Farben, Dr. Motte und David K. Wie gehst du an so einen Remix? Worauf achtest du?

Thomas: Also als erstes höre ich mir den Original Titel zwei mal an und überlege mir dabei schon was ich anders machen würde, bzw. wie ist die Stimmung des Tracks und wie kann ich diese Stimmung noch unterstreichen, dann lade ich mir die Samples rein, baue einen Beat, spiele meistens noch etwas dazu ein, arrangiere es und mische es ab. Manchmal passiert es auch das mir der Remix am nächsten Tag nicht mehr so gefällt dann mache ich erst mal ein anderen Track und ich fange nochmal neu an.

Bei Gigs interagierst du ständig mit dem Publikum und bindest es mit in dein Set ein. Auch vor und nach deinen Sets bist du im Publikum zu finden. Wie wichtig ist dir diese Nähe zu den Leuten?

Thomas: Ich möchte einfach mit den Leuten Spaß haben, die Nähe zu den Leuten ist mir schon sehr wichtig, ohne die tollen Fans die ich mittlerweile habe, wäre ich ja auch nicht da wo ich jetzt bin. Sie geben mir sehr viel zurück, das macht mich sehr glücklich. Und wenn die Leute nach einer schönen Party zufrieden nachhause gehen, geht es mir auch gut.

Thomas Lizzara

In deinen Live-Sets tauchen immer wieder auch Stücke aus anderen Genres auf, welche die Leute zum ausrasten bringen. Auch deine Intros sind mittlerweile legendär. Woher nimmst du die Ideen für deine Sets?

Thomas: Hmmm, schwere Frage. Mir fallen meistens ganz spontan irgendwelche Dinge ein, die ich mal ausprobieren könnte oder ich sehe zuhause einen Film und denke mir, aus dem Titel mache ich mir mal ein Intro und lass es Live spielen :-)

Das Interview führte für uns Lars Kämmerer.

Über Philipp

Philipp, der wohl größte Pan-Pot Fan auf Erden, ist das Herz und die Seele von replay – um nicht zu sagen: Philipp ist replay, wenn er nicht gerade als Webdesigner arbeitet. In vielen Beiträgen und musikalischen Schmankerln lässt Philipp euch an seiner Liebe zur Musik und nicht zuletzt an seiner musikalischen Entwicklung teilhaben. Im Moment öffnet er immer wieder gern die Schubladen Deep House, Tech House und Techno. Und dies macht er in jeder freien Minute, die sich finden lässt - mit jeder Menge Einsatz und Engagement, mit unglaublich viel Liebe zum Detail und einer LKW-Ladung Herzblut. Um euch weiterhin qualitativ hochwertige Einblicke in die Welt der elektronischen Tanzmusik zu liefern, ist Philipp für euch immer wieder ganz vorn dabei.

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