Warum das TH!NK? Open Air am Cospudener See auch 2016 noch eines der besten Tages-Open-Airs ist

Am 31. Juli fand unter dem Motto „Dance first. Think later.“ das diesjährige und nunmehr neunte TH!NK? Open Air am Nordstrand des Cospudener Sees statt. Das beliebte Eintagesfestival am längsten Sandstrand Sachsens war schon einige Tage vorher ausverkauft.

Keine Tageskasse, nur einige wenige Rückläufer, das Anreisen ohne Ticket war also vergebens. Beim Lineup mit unter anderem Dixon, Chris Liebing, Rødhåd, Ellen Allien, Monkey Safari, &Me, Mathias Kaden, Daniel Stefanik und einigen weiteren Künstlern war das auch nicht anders zu erwarten. replaymag war im Duo vor Ort.

Am Einlass hat man die bereits im Vorfeld angekündigten verschärften Sicherheitskontrollen vorgefunden. So wurden schon einige Meter vor dem eigentlichen Einlass die Leute und auch ihre Taschen intensiv kontrolliert. Die Security haben ihren Job gut gemacht. In der heutigen Zeit möchte ich diesen Job auf keinen Fall eintauschen und zolle allen, die diesen Job trotzdem auf sich nehmen (am besten noch mit etwas Spaß bei der Arbeit), großen Respekt.

Wir waren wie im letzten Jahr um Mittag rum auf dem noch recht überschaubar mit Gästen gefüllten Gelände. Das ist dann der Moment, wo man einfach mal den Ort und die Ruhe vor dem großen Sturm genießen kann.

TH!NK? Open Air 2016

TH!NK? Open Air 2016

TH!NK? Open Air 2016

Deko, Deko und nochmals Deko

Auch in diesem Jahr war die Deko und Herrichtung der Floors mit viel Herzblut und Liebe zum Detail gestaltet. Wobei man sich auf der Lawnstage noch einmal in eine ganz andere Welt versetzt fühlte. Die Bilder vom Aufbau dokumentieren die tolle Arbeit sehr gut.

TH!NK? Open Air 2016

Erst quatschen und dann die Musik

Irgendwie war das diesjährige TH!NK? viel mehr davon geprägt, sich mit anderen Leuten, die man eine Weile nicht gesehen bzw. gesprochen hat, zu treffen und auszutauschen. Zumindest in den Anfangsstunden. Musikalisch war man mal hier und da auf einem Floor. Nix konkretes. Wohl auch dem geschuldet, dass man doch schon fast alle Künstler erlebt hat, was die Aufgeregtheit der ersten Jahre in Routine gewandelt hat. Man sieht die Dinge wesentlich gelassener. So richtig bewusstes Hören und Tanzen ging erst bei Ellen Allien los, die um 17 Uhr begann. Danach folgte Chris Liebing, der auch in gewohnter Manier loslegte.

TH!NK? Open Air 2016

TH!NK? Open Air 2016

Ein Highlight, das leider parallel zu Chris Liebing spielte, war Rødhåd, der leider etwas Verspätung hatte und so nur ungefähr 45 Minuten Spielzeit hatte. Schade. Da eigentlich noch bis 23 Uhr Zeit war, Dixon spielte ja bis zum Schluss, dachten wir, dass Rødhåd dann die verpasste Zeit hinten ran hängt. Doch leider falsch gedacht, so dass wir uns dann noch ein paar Minuten Dixon gaben und uns schon vor dem eigentlichen Ende auf den Heimweg machten. Der Tag war lang.

TH!NK? Open Air 2016

Schlusswort

Der Wettergott hatte am TH!NK?-Sonntag mal wieder so seine Probleme und konnte sich nicht entscheiden, ob er die Sonne scheinen oder es doch lieber regnen lässt. Überall im Umkreis, so hörte man von anderen Leuten, regnete es. Nur am Nordstrand hielt die Sonne teilweise mit einem grauen Wolkenschleier bis in die frühen Abendstunden, ehe es dann etwas tröpfelte.

Absolute musikalische Highlights waren Chris Liebing, Rødhåd und Ellen Allien. Wir möchten die gehörten Sets und die Leistung der anderen Künstler auf keinen Fall schmälern. Vielleicht sieht und hört man ja den einen oder anderen TH!NK?-Künstler auch noch einmal in der Distillery in absehbarer Zeit.

Ganz besonders auf der Mainstage zu Chris Liebing und Ellen Allien ist mir aufgefallen, dass irgendwie in diesem Jahr die Leute nicht so richtig passten bzw. auch kein Verständnis für die Musik hatten. Aber dafür kann der Veranstalter ja nix. So richtige Stimmung war da jedenfalls nicht. Beide Acts auf der intimeren Lawnstage und ich glaube,  die Leute wären total ausgerastet.

Ich weiß ja nicht, ob das auch anderen Gästen so gravierend aufgefallen ist, aber die Preiserhöhung auf fast alle Getränke war schon recht deutlich. Ein Becks 0,4 Liter beispielsweise kostete diesmal 4 Euro.

Auch in den Vorjahren tauchte ein Punkt immer wieder in meinen wenigen Kritikpunkten auf: Nach wie vor gibt es vor Ort keine Möglichkeit, sich nach dem Toilettengang die Hände zu waschen.

Für mich ist das TH!NK? nach wie vor ein Tag, an dem man die Realität komplett verlassen und in eine andere Welt abtauchen kann. Den Alltag einmal komplett vergessen. In Sachen Booking, Atmosphäre, Deko und im Allgemeinen ist das TH!NK? eines der besten Tages-Open-Airs in einem großen Einzugsgebiet.

Wie auch die Jahre zuvor machten wir uns mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht auf den Heimweg. Das TH!NK? 2016 bot viele tolle, sonnige wie regnerische Stunden, an die wir uns gern zurück erinnern. Eins steht schon jetzt fest: TH!NK? 2017, wir schauen gern wieder vorbei. No.10 ist übrigens 30.07.2017. Vormerken und rot in den Kalender eintragen!

TH!NK? #9 – 2016 Aftermovie

TH!NK? #9 – Fotos

TH!NK? Open Air 2016

Über Philipp

Philipp, der wohl größte Pan-Pot Fan auf Erden, ist das Herz und die Seele von replay – um nicht zu sagen: Philipp ist replay, wenn er nicht gerade als Webdesigner arbeitet. In vielen Beiträgen und musikalischen Schmankerln lässt Philipp euch an seiner Liebe zur Musik und nicht zuletzt an seiner musikalischen Entwicklung teilhaben. Im Moment öffnet er immer wieder gern die Schubladen Deep House, Tech House und Techno. Und dies macht er in jeder freien Minute, die sich finden lässt - mit jeder Menge Einsatz und Engagement, mit unglaublich viel Liebe zum Detail und einer LKW-Ladung Herzblut. Um euch weiterhin qualitativ hochwertige Einblicke in die Welt der elektronischen Tanzmusik zu liefern, ist Philipp für euch immer wieder ganz vorn dabei.

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