Zu Besuch in der Arena Leipzig bei Paul Kalkbrenner, Simina Grigoriu und Pan-Pot

14. März 2013, Arena Leipzig. Manchmal frage ich mich, warum ich mir das doch immer wieder antue. Zum sechsten mal Paul Kalkbrenner. Ich finde Pauls Musik doch nur gut. Dabei meine ich nicht nur „Sky and Sand“, sondern auch einige ältere Nummern vor Berlin Calling. Es ist mir völlig egal, ob Paul nun kleine Clubs bespielt oder ganze Hallen füllt.

Mir ist auch egal, was andere darüber denken. Ich bin auch gern bereit für einen Abend Paul Kalkbrenner plus Friends 40 Euro auszugeben. Paul ist ja nicht mit Absicht zu dem Ruhm gekommen, den er nun hat. Wer würde bei der Möglichkeit, das große Geschäft zu machen, nicht die Hand aufhalten?

Nun zum eigentlichen Thema: Die Leute, die auf ein Paul Kalkbrenner Konzert gehen. Diese sind schon teilweise komische Leute. Leute, die mit elektronischer Musik in dieser Form gar nix am Hut haben. So hat es zumindest immer wieder den Anschein. Du stehst kurz vor 18.00 Uhr in der Schlange zum Einlass, die Leute unterhalten sich darüber, wer denn eigentlich Simina Grigoriu und Pan-Pot sind. Geht gar nicht.

Du stehst fast ganz vorn an der Bühne (5-7 Reihe), um alles sehr intensiv mitzuerleben. Man will auch nicht nur den Paule, sondern auch Simina Grigoriu und Pan-Pot voll miterleben. Mittendrin statt nur dabei. Doch der Sound bzw. der Bass war schon zu Beginn sehr bescheiden und übersteuerte. Als ob die Anlage für diese Art von Musik nicht geschaffen sei. Und das die ganze Zeit. Sehr enttäuschend. Da ist man aus diversen Clubs besseres gewöhnt. Bei 40 Euro Eintritt erwartet man ja Qualität. Man beschwert sich zurecht und tauscht sich während des Konzerts mit den Kumpels aus. Und dann darf ich mir von einer jungen Göre anhören, warum ich denn überhaupt beim Konzert bin, ich würde ja eh nur meckern. Geht gar nicht.

Generell scheint bei Events solcher Größenordnung, ich tippe mal auf knapp 10.000 Besucher an dem Abend, das Motto „Weggegangen, Platz gefangen“ zu herrschen. Da geht man nur mal kurz seinen menschlichen Bedürfnissen nach, und man ist der letzte Trottel (zumindest geben einem die Leute das Gefühl), wenn man an seinen ursprünglichen Platz zurück will. Wüste Beschimpfungen gab es noch dazu, und das nicht zu wenig. Resultat war am Ende ein Platz ganz hinten, dafür aber mit Blick aufs ganze Geschehen. Komischerweise war da auch der Klang besser.

Mal abgesehen von den kleinen, negativen Dingen, war die Musik echt gut. Vor allem Simina Grigoriu und Pan-Pot überzeugten mit feinen Technosets. Gerade bei „kleineren“ Künstlern freue ich mich, wenn sie ihre Musik auch mal vor einem größeren Publikum präsentieren dürfen.

Zu Besuch in der Arena Leipzig bei Paul Kalkbrenner, Simina Grigoriu und Pan-Pot

Zu Besuch in der Arena Leipzig bei Paul Kalkbrenner, Simina Grigoriu und Pan-Pot

Zu Besuch in der Arena Leipzig bei Paul Kalkbrenner, Simina Grigoriu und Pan-Pot

Zu Besuch in der Arena Leipzig bei Paul Kalkbrenner, Simina Grigoriu und Pan-Pot

Zu Besuch in der Arena Leipzig bei Paul Kalkbrenner, Simina Grigoriu und Pan-Pot

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Zu Besuch in der Arena Leipzig bei Paul Kalkbrenner, Simina Grigoriu und Pan-Pot

Über Philipp

Philipp, der wohl größte Pan-Pot Fan auf Erden, ist das Herz und die Seele von replay – um nicht zu sagen: Philipp ist replay, wenn er nicht gerade als Webdesigner arbeitet. In vielen Beiträgen und musikalischen Schmankerln lässt Philipp euch an seiner Liebe zur Musik und nicht zuletzt an seiner musikalischen Entwicklung teilhaben. Im Moment öffnet er immer wieder gern die Schubladen Deep House, Tech House und Techno. Und dies macht er in jeder freien Minute, die sich finden lässt - mit jeder Menge Einsatz und Engagement, mit unglaublich viel Liebe zum Detail und einer LKW-Ladung Herzblut. Um euch weiterhin qualitativ hochwertige Einblicke in die Welt der elektronischen Tanzmusik zu liefern, ist Philipp für euch immer wieder ganz vorn dabei.

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